<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns="http://purl.org/rss/1.0/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
  <channel rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.12738/6">
    <title>REPOSIT Collection: Abschlussarbeiten</title>
    <link>https://hdl.handle.net/20.500.12738/6</link>
    <description>Abschlussarbeiten</description>
    <items>
      <rdf:Seq>
        <rdf:li rdf:resource="https://hdl.handle.net/20.500.12738/19262" />
        <rdf:li rdf:resource="https://hdl.handle.net/20.500.12738/19261" />
        <rdf:li rdf:resource="https://hdl.handle.net/20.500.12738/19260" />
        <rdf:li rdf:resource="https://hdl.handle.net/20.500.12738/19259" />
      </rdf:Seq>
    </items>
    <dc:date>2026-05-10T02:20:48Z</dc:date>
  </channel>
  <item rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.12738/19262">
    <title>Adversariale Angriffe auf KI-Modelle zur Tumorerkennung : Sicherheitsrisiken in der medizinischen Bildklassifikation</title>
    <link>https://hdl.handle.net/20.500.12738/19262</link>
    <description>Title: Adversariale Angriffe auf KI-Modelle zur Tumorerkennung : Sicherheitsrisiken in der medizinischen Bildklassifikation
Authors: Al Methiab, May
Abstract: CNN auf Kaggle-MRTs (mit/ohne Tumor) trainiert und mit Standardmetriken bewertet. Angriffe: FGSM, BIM, PGD (White-Box) + entscheidungsbasierter Black-Box; Verteidigung: adversariales Training (robusteres Modell) und Vorverarbeitungsmethode mit CLAHE-Funktion und Median-Filter.; A CNN is trained on a Kaggle MRI dataset (tumor vs. non-tumor) and evaluated using standard metrics. Attacks: FGSM, BIM, PGD (white-box) plus a decision-based blackbox attack; Defense: adversarial training (yielding a more robust model) and a preprocessing method using the CLAHE function and a median filter.</description>
    <dc:date>2026-05-08T08:18:50Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.12738/19261">
    <title>Computational optimization of an integration method for explicit time-discrete multilinear models</title>
    <link>https://hdl.handle.net/20.500.12738/19261</link>
    <description>Title: Computational optimization of an integration method for explicit time-discrete multilinear models
Authors: Uhlenberg, Enrico
Abstract: Diese Arbeit befasst sich mit der rechnerischen Optimierung von Simulationsmethoden für explizite zeitdiskrete multilineare Modelle. Aktuelle Implementierungen basieren auf proprietärer Allzwecksoftware, was die Ausführungszeiten und damit den praktischen Einsatz multilinearer Modelle für größere Anwendungen potenziell einschränkt. Durch systematische algorithmische Analyse und gezielte Low-Level-Optimierungstechniken entwickelt diese Arbeit eine neuartige Hochleistungsimplementierung, die im Vergleich zur Referenzimplementierung eine bis zu 72-fache Beschleunigung erzielt. Der Optimierungsansatz kombiniert die Darstellung spärlicher Matrizen im Compressed Sparse Column (CSC)-Format, eine benutzerdefinierte SIMD-Vektorisierung unter Verwendung von AVX2-Befehlen, Loop-Fusion-Techniken und Fused Multiply-Add (FMA)-Umformulierungen. Die Arbeit liefert sowohl theoretische Erkenntnisse zu Optimierungsstrategien für multilineare Systeme als auch eine frei verfügbare Open-Source-Softwarelösung, die die rechnerische Machbarkeit multilinearer Steuerungssysteme erheblich verbessert.; This thesis addresses the computational optimization of simulation methods for explicit time-discrete multilinear models. Current implementations rely on proprietary general purpose software, potentially limiting execution times and thereby the practical deployment of multilinear models for larger applications. Through systematic algorithmic analysis and targeted low-level optimization techniques this work develops a novel highperformance implementation that achieves up to 72× speedup compared to the reference implementation. The optimization approach combines sparse matrix representation in Compressed Sparse Column (CSC) format, custom SIMD vectorization using AVX2 instructions, loop fusion techniques, and fused multiply-add (FMA) reformulations. The work contributes both theoretical insights into multilinear system optimization strategies and a freely available, open-source software solution that significantly advances the computational feasibility of multilinear control systems.</description>
    <dc:date>2026-05-08T07:48:16Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.12738/19260">
    <title>Soziale Arbeit im Spiegel der Medien : die Familie Ritter als Fallbeispiel</title>
    <link>https://hdl.handle.net/20.500.12738/19260</link>
    <description>Title: Soziale Arbeit im Spiegel der Medien : die Familie Ritter als Fallbeispiel
Authors: Veyel, Vanessa
Abstract: Die Forschungsfrage lässt sich klar beantworten. Die Darstellung der Sozialen Arbeit im Fall der Familie Ritter wirkt in weiten Teilen nicht professionell genug. Besonders die Figur des Jugendamtsleiters bleibt ohne tragfähige Kontextualisierung. Entscheidungen des Jugendamtes erscheinen als individuelle Zuschreibung statt als Ergebnis eines nachvollziehbaren Hilfeprozesses. Der Blick auf Lebenslagen und strukturelle Bedingungen tritt zu oft zurück, obwohl gerade sie für eine faire Bewertung zentral wären. Aus fachlicher Sicht hätte die Arbeit des Jugendamts sichtbar gemacht werden müssen als geplanter und dokumentierter Prozess mit klaren Zielen, Zuständigkeiten und überprüfbaren Schritten. Der Hilfeplan nach § 36 SGB VIII ist dafür der verbindliche Rahmen. Im Material ist jedoch weder eine gestufte Rückführung noch eine abgesicherte Übergangsplanung erkennbar. Die gleichzeitige Rückkehr mehrerer Kinder in ein hoch belastetes Umfeld wirkt unkoordiniert. Elternarbeit und die Beteiligung der jungen Menschen bleiben blass. So entsteht ein Bild von Verwaltungshandeln, das eher reagiert als steuert. Auch die Darstellung der sozialpädagogischen Familienhilfe bleibt ambivalent. Sichtbar wird praktische Unterstützung im Alltag, zugleich finden sich Sequenzen und Formulierungen, die einer respektvollen, beteiligungsorientierten Haltung widersprechen. Eine professionelle SPFH braucht klare Vereinbarungen zu Zielen, Zeiten, Intensität und Methoden, eine sensible Sprache ohne Beschämung und eine echte Beteiligung von Eltern und Kindern. Im Material fehlen dafür zu oft die erkennbaren Anker. Hilfe droht dadurch zur verdeckten Kontrolle zu werden, statt Ressourcen zu stärken und Selbstwirksamkeit zu fördern. Ein anderes Bild zeichnet die pädagogische Arbeit von Michael Jagdmann im Heim. Sie ist strukturiert, ressourcenorientiert und auf gelingende Alltagspraxis ausgerichtet. Sichtbar werden die Beziehung, klare Projektziele und das Einfordern einer tragfähigen Anschlusslösung. Das überzeugt fachlich und zeigt, wie Entwicklungsräume geöffnet werden können. Gleichwohl repräsentiert er nicht das behördliche Feld Sozialer Arbeit, sondern handelt als Erzieher. Sein Beispiel bleibt deshalb ein wichtiger Kontrast, aber keine Entlastung der behördlichen Fallsteuerung. Die mediale Rahmung verstärkt die Probleme. Es werden wiederholt defizitkodierte Bilder und rechtsextreme Inhalte ohne konsequente Einordnung gezeigt. Erkennbare Nichteinwilligungen werden nicht zuverlässig respektiert. Eingriffe der Redaktion in laufende Situationen erhöhen die Zuspitzung und damit das Risiko für Beteiligte. Der Fokus auf leere Flaschen, beschädigte Möbel und eskalative Szenen schafft eine Dramaturgie, die Moralisierung und Emotionalisierung begünstigt. Diese Darstellung hat Folgen. Aus dem Material wird deutlich, dass der Name Ritter bei Wohnungsbewerbungen als Makel wirkt. Karin berichtet von zahlreichen Absagen oder fehlenden Rückmeldungen. Jasmin erwägt eine Namensänderung und rechnet mit Nachteilen auf dem Arbeitsmarkt. Das verweist auf reale Exklusionserfahrungen, die durch mediale Stereotype zusätzlich befeuert werden können. Für die Profession ergibt sich ein doppelter Auftrag. Erstens muss Hilfeplanung sichtbar gelebt werden. Dazu gehören frühzeitige Perspektivklärungen, abgestufte Übergänge, verlässliche Elternarbeit, dokumentierte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie klare Verantwortlichkeiten. Zweitens braucht es eine reflektierte Kommunikation in der Öffentlichkeit. Wo Fälle medienwirksam verhandelt werden, müssen Schutz, Kontext und Würde Vorrang haben. Das gilt insbesondere, wenn Minderjährige betroffen sind oder Stigmatisierung zu befürchten ist. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, Sozialarbeit wird in der Reportage nur teilweise gezeigt, wie sie rechtlich, fachlich und ethisch sein soll. Die behördliche Fallsteuerung erscheint unzureichend sichtbar geplant, die SPFH wirkt nicht durchgängig beteiligungsorientiert, und die mediale Form verstärkt Stigmatisierung, statt sie zu vermeiden. Das positive Gegenbeispiel aus der Heimerziehung macht zugleich deutlich, dass strukturierte Beziehungsgestaltung, klare Ziele und alltagsnahe Förderung wirksam sind. Für Praxis und Organisationen heißt das, die eigenen Standards nicht nur zu kennen, sondern im konkreten Fall nachvollziehbar umzusetzen und gegenüber der Öffentlichkeit sorgsam zu vertreten. So wird Soziale Arbeit für die Beteiligten erfahrbar als Hilfe, die schützt, stärkt und Perspektiven eröffnet. Die Aussagekraft der Arbeit ist durch den Charakter des Materials begrenzt. Der Forschungsgegenstand setzt sich aus gesendeten Beiträgen zusammen, die redaktionell ausgewählt und montiert wurden. Es liegt keine durchgehende Beobachtung vor, und es ist nicht erkennbar, welche Szenen nicht gezeigt wurden oder wie Auslassungen das Bild der beteiligten Personen und  Institutionen womöglich verschieben. Die Befunde beschreiben daher in erster Linie die Darstellung im Fernsehen und nur mittelbar das fachliche Handeln dahinter. Ein Abgleich mit amtlichen Unterlagen war nicht möglich. Es bestand E-Mail-Kontakt mit Peter Grimm, auf den er persönlich geantwortet hat. In seiner Rückmeldung verwies er auf datenschutzrechtliche Grenzen und die fehlende Einwilligung der Betroffenen, weitergehende Auskünfte oder Akteneinsicht konnten daher nicht erfolgen. Das Einholen der Datenschutzerklärung war im zeitlichen Rahmen einer Bachelorarbeit nicht möglich. Als Ausblick könnte dies in einer Masterarbeit erfolgen und möglicherweise detailliertere Aussagen zulassen. Auch eine systematische Gegenperspektive der beteiligten Fachkräfte, der freien Träger oder der Familie liegt nicht vor. Es wurden keine eigenen Interviews geführt, sodass Fremd- und Selbstdeutungen nicht mehrperspektivisch geprüft werden konnten. Dadurch bleiben wichtige Nuancen zur weiteren Einordnung der tatsächlichen Sozialen Arbeit, etwa zur Kooperation im Hilfeprozess oder zur Beteiligung von Eltern und jungen Menschen, unbekannt. Hinzu kommen Grenzen, die aus medienlogischen Setzungen entstehen. Kameraauswahl, Off- Texte und dramaturgische Zuspitzungen erzeugen Bedeutungen, die kontextarme Lesarten nahelegen können. Was im Beitrag als Fehlhandlung erscheint, kann im nicht gezeigten Umfeld anders gerahmt gewesen sein. Die Arbeit reflektiert diese Differenz zwischen Darstellung und möglicher Praxis, kann sie aber ohne zusätzliche Quellen nicht auflösen. Die zeitliche Abgrenzung wirkt ebenfalls einschränkend. Der Schwerpunkt liegt auf jüngeren Ausstrahlungen, frühere Jahrzehnte werden nur selektiv herangezogen. Veränderungen im professionellen Vorgehen über die Jahre hinweg, können so unvollständig sichtbar werden. Zudem basiert die Bewertung auf einem qualitativen Vorgehen mit fallanalytischem Fokus. Eine vollständige inhaltsanalytische Kodierung aller Folgen mit einem Kategoriensystem, hätte weitere Vergleichbarkeit und Reliabilität erzeugt, lag jedoch außerhalb des Rahmens der Arbeit. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist lediglich eingeschränkt gegeben. Es handelt sich um einen singulären, stark medialisierten Fall unter spezifischen lokalen Bedingungen. Aus der Analyse lassen sich daher keine unmittelbaren Aussagen über die allgemeine Qualität behördlicher oder freier Jugendhilfepraxis ableiten. Auch die beobachteten Hinweise auf Stigmatisierung, etwa bei Wohnungssuche und Arbeit, verweisen auf plausible Zusammenhänge, belegen jedoch keine kausalen Wirkungen, da andere Einflussfaktoren nicht kontrolliert werden konnten. Schließlich ist die Arbeit von einem normativen Maßstab geleitet, der rechtliche und berufsethische Anforderungen betont. Dieser Maßstab ist für die Bewertung erforderlich, kann aber in der Zusammenschau dazu führen, dass positive oder ambivalente Anteile im Material weniger Gewicht erhalten, wenn sie nicht deutlich dokumentiert sind. Insgesamt sind die Befunde daher als eine begründete, aber materialabhängige Einordnung der Fernsehdarstellung zu lesen und nicht als vollständiges Abbild des fachlichen Handelns im Einzelfall.</description>
    <dc:date>2026-05-08T07:43:51Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://hdl.handle.net/20.500.12738/19259">
    <title>Empowerment im Spannungsfeld von Unterstützung und Macht : kritisch-analytische sozialarbeiterische Perspektive auf intersektionale Herausforderungen syrischer geflüchteter Frauen ; „Ich bin mehr als Flucht“</title>
    <link>https://hdl.handle.net/20.500.12738/19259</link>
    <description>Title: Empowerment im Spannungsfeld von Unterstützung und Macht : kritisch-analytische sozialarbeiterische Perspektive auf intersektionale Herausforderungen syrischer geflüchteter Frauen ; „Ich bin mehr als Flucht“
Authors: Salman, Lana
Abstract: Diese Arbeit versteht sich nicht ausschließlich als rein akademischer Beitrag, sondern als engagiertes Plädoyer für Sichtbarkeit, Teilhabe und kritisches Mitgestalten – im Namen aller Frauen und insbesondere jener syrischen geflüchteten Frauen, deren Lebensrealitäten in wissenschaftlichen wie gesellschaftlichen Diskursen nach wie vor allzu häufig marginalisiert und übersehen werden. Die inhaltliche Essenz dieser Analyse  verdeutlicht, wie eng gesellschaftliche, politische und institutionelle Ausschlussmechanismen miteinander verwoben sind und welche tiefgreifenden Auswirkungen sie auf das Leben syrischer geflüchteter Frauen haben. Die bestehenden Unterstützungsstrukturen wurden dabei kritisch hinterfragt – insbesondere im Hinblick darauf, ob sie den komplexen Lebensrealitäten dieser Zielgruppe tatsächlich gerecht werden. Analytisch hervorgehoben wurden die miteinander verflochtenen Herausforderungen syrischer geflüchteter Frauen aus intersektionaler Perspektive sowie deren Unterschiede zu anderen sozialen Gruppen. Dabei rückten sozialarbeitswissenschaftliche Konzepte und praxisorientierte Ansätze in den Mittelpunkt, die geeignet  erscheinen, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und strukturelle Barrieren gezielt abzubauen. Besonderes Augenmerk galt dabei auch der Rolle von Sozialarbeiter*innen und Fachkräften im sozialen Bereich – insbesondere jener, die selbst intersektionalen Benachteiligungen ausgesetzt sind. Im Zentrum der Analyse stehen syrische geflüchtete Frauen, deren Lebensrealitäten stark von der Erfahrung der Flucht geprägt sind – eine Erfahrung, die ihnen jedoch allzu häufig als alleiniges Identitätsmerkmal zugeschrieben wird. Anstatt sie als handelnde Subjekte wahrzunehmen, werden sie in gesellschaftlichen wie professionellen Kontexten immer wieder auf eng codierte Rollen reduziert – etwa als passive, rückständige „Musliminnen“, als fürsorgliche „Mütter“ oder in ihrer gesamten Komplexität auf die Kategorie der „Geflüchteten“ verkürzt. Ihre Perspektiven, Ziele, Träume, Kompetenzen und individuellen Potenziale bleiben dabei vielfach unbeachtet und werden auf struktureller Ebene systematisch entwertet. Und dennoch zeigen sich innerhalb dieser engen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beeindruckende Kräfte der Selbstermächtigung. Gerade im Spannungsfeld zwischen Marginalisierung und der aktiven Gestaltung des eigenen Lebens entfaltet sich jene Dynamik, die im Rahmen dieser Arbeit als Empowerment verstanden wird als gemeinschaftlich getragener, machtkritischer Prozess, der auf Selbstbestimmung und soziale Teilhabe zielt. Im Laufe meiner Recherche und Auseinandersetzung mit dem Thema habe ich mich bewusst dafür entschieden, meine theoretische Auseinandersetzung nicht ausschließlich auf westlich dominierte, weiße und männlich geprägte Perspektiven zu stützen. Stattdessen flossen Stimmen und Positionen von Frauen, Männern und nicht-binären Personen ein, insbesondere aus dem Globalen Süden. Diese Entscheidung entspringt dem Anliegen, jene Erfahrungs- und Denkräume sichtbar zu machen, die in wissenschaftlichen Diskursen häufig marginalisiert oder ausgeschlossen werden. Im Mittelpunkt stehen Konzepte, die kollektive Stärke, Widerständigkeit und Selbstwirksamkeit betonen – und sich vom defizitorientierten Blick abwenden. Die theoretische Verortung dieser Arbeit gründet daher auf Stimmen mit Migrationshintergrund und aus nicht-westlichen Kontexten – insbesondere auf Batliwala und Solomon, deren Verständnis von Empowerment eine tiefgreifende Verschiebung von Machtverhältnissen fordert. Empowerment wird hier nicht als Technik verstanden, sondern als politischer Prozess der kollektiven Aneignung von Rechten, Ressourcen und Repräsentation – getragen von Beziehung, Vertrauen und gegenseitiger Anerkennung. Maßgeblich war für mich zudem die Auseinandersetzung mit der intersektionalen &#xD;
Theorie nach Crenshaw, die mir ermöglichte, die vielschichtigen und miteinander verflochtenen Diskriminierungserfahrungen syrischer Frauen differenziert zu analysieren. Diese Perspektive sensibilisierte mich für die Komplexität widersprüchlicher Lebensrealitäten – und für die Notwendigkeit, diese ernst zu nehmen, anstatt sie zu vereinfachen. Auch Stimmen wie die von Bollwinkel Klee, Seukwa, Chehata, Rosentreich oder Boger mahnen zur Selbstreflexion: Fachkräfte mit biografischer Nähe zu den Themen Migration und Marginalisierung bringen ein Erfahrungswissen mit, das Empowermentprozesse transformieren kann – vorausgesetzt, sie finden innerhalb der professionellen Praxis Anerkennung und Raum. Die Entscheidung, den Fokus dieser Arbeit auf syrische geflüchtete Frauen zu legen, führte zu der ernüchternden Erkenntnis, dass wissenschaftliche Arbeiten, die diesen Frauen mit der nötigen Tiefe und Wertschätzung begegnen, bislang rar sind. Eine wichtige inhaltliche Orientierung bot mir in diesem Zusammenhang die Arbeit von Palenberg, die mit analytischer Schärfe, fachlicher Tiefe und zugleich menschlicher Sensibilität die Lebensrealitäten syrischer Frauen in den Fokus stellt. Ihre Verbindung aus empirischer Fundierung, intersektionaler Sensibilität und relationaler Haltung bietet einen wissenschaftlichen Zugang, der nicht abstrahiert oder vereinfacht, sondern einordnet, einbezieht und klar Haltung zeigt – entschieden gegen strukturelle Ausgrenzung. Diese Arbeit war ein Anfang – für ein Denken und Handeln, das sich nicht mit dem Bestehenden zufriedengibt. Für mich markiert sie den Beginn eines fortgesetzten Engagements – beruflich, wissenschaftlich und politisch. Die intensive Auseinandersetzung mit den komplexen, insbesondere intersektionalen Herausforderungen geflüchteter Frauen sowie das erkennbare Fehlen kritisch-reflektierter Empowerment-Ansätze im bestehenden Unterstützungssystem haben mein Interesse an einer vertieften fachlichen Weiterentwicklung maßgeblich geprägt. Aus der gewachsenen, leidenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema ist die Idee entstanden, aufbauend auf dieser Bachelorarbeit eine empirisch fundierte und konzeptionell vertiefte Masterarbeit zu entwickeln – gemeinsam mit syrischen Frauen, in einem partizipativen Forschungsprozess, der ihre Perspektiven ernst nimmt und sichtbar macht. Dabei soll das Verständnis von Empowerment  weiterentwickelt werden – getragen von allen Stimmen, Gedanken und Impulsen, die in dieser Arbeit Raum gefunden haben, und eingebettet in ein Fundament, das als Ausgangspunkt für ein praxisorientiertes Projekt dienen kann. Diese Weiterführung ist nicht zufällig. Vielmehr ergibt sie sich folgerichtig aus den Erkenntnissen dieser Arbeit und verweist auf die Notwendigkeit, gerade im Kontext syrischer geflüchteter Frauen und auf Grundlage der zuvor durchgeführten literaturgestützten Analyse, Empowerment-Ansätze zu entwickeln, die nicht über diese Frauen sprechen, sondern mit ihnen – und gemeinsam mit ihnen kritische, bedarfsorientierte sowie kollektive Konzepte entwickeln, die bestehende Machtverhältnisse hinterfragen und neue Deutungsräume eröffnen. Nicht aus der Distanz, sondern im gemeinsamen Denken und Fühlen – in einem respektvollen, reflektierten Dialog auf Augenhöhe, sensibel für die biografische Tiefe und gesellschaftliche Komplexität, die ihre Lebenswelten prägen. Empowerment in diesem Sinne ist für syrische geflüchtete Frauen an den Schnittstellen von Geschlecht, Herkunft, Religion und Fluchterfahrung keine optionale Ergänzung, sondern eine grundlegende Voraussetzung und ein vollverdientes Recht auf Selbstverwirklichung und soziale Teilhabe. Die strukturellen Barrieren, denen sie begegnen, lassen sich nicht durch paternalistische Angebote überwinden. Erforderlich ist eine Soziale Arbeit, die zuhört, sich selbst kritisch reflektiert und wissenschaftliche Zugänge mit dekolonialen Perspektiven verbindet – eine Praxis, die sich ihrer Verantwortung bewusst ist: für wen sie spricht, wem sie zuhört und welche Stimmen systematisch ungehört bleiben. Sie schafft konsequent Räume für Handlungsmöglichkeiten – getragen von einem machtkritischen, intersektional informierten Zugang, der die Lebensrealitäten betroffener Frauen nicht an den Rand drängt, sondern in das Zentrum professionellen Handelns rückt. Erst unter diesen Voraussetzungen lässt sich Empowerment als vielschichtiger, beziehungsorientierter und gesellschaftskritischer Prozess begreifen: gegründet auf Anerkennung, getragen von Reflexion und wirksam in der konkreten Praxis. Die Analyse hat dabei deutlich gemacht, wie zentral passgenaue Angebote, tragfähige Projekte und unterstützende Strukturen sind – ebenso wie die Haltung und Positionierung der Fachkräfte, insbesondere in den oft übersehenen Momenten des Alltags syrischer geflüchteter Frauen. Es geht hier nicht darum, syrische Frauen zu „stärken“ – ihre Stärke ist längst vorhanden. Nicht sie müssen gestärkt werden, sondern die Strukturen, die ihre vorhandenen Ressourcen und Potenziale erkennen, würdigen und zur Entfaltung bringen. Denn syrische Frauen sind nicht auf ihre Fluchterfahrung reduzierbar. Sie sind weit mehr als das Etikett, das ihnen zugeschrieben wird – sie sind Töchter, Partnerinnen, Ehefrauen, Mütter, Studierende, Fachkräfte, Aktivistinnen und nicht zuletzt Kämpferinnen. Als handelnde Subjekte gehören ihre Stimmen nicht an den Rand, sondern in das Zentrum gesellschaftlicher Diskurse.</description>
    <dc:date>2026-05-08T07:03:18Z</dc:date>
  </item>
</rdf:RDF>

