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Titel: Bewertung des gesundheitlichen Nutzens von Home Gardening – eine systematische Literaturrecherche
Sprache: Deutsch
Autorenschaft: Maass, Jennifer 
Erscheinungsdatum: 4-Nov-2020
Zusammenfassung: 
Hintergrund: Nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und dessen Folgeerkrankungen sind in Industriestaaten zu einer Public-Health-Herausforderung geworden und werden durch geringe körperliche Bewegung und ungünstige Ernährungsweise mitbedingt. Das Bewirtschaften eines Gemüsebeets ist eine Aktivität, bei der einerseits Bewegung erforderlich ist und andererseits gesundheitsphysiologisch wertvolle Lebensmittel erzeugt werden. Darüber hinaus sind noch weitere gesundheitsförderliche Effekte des Gärtnerns, wie zum Beispiel eine Steigerung des Wohlbefindens denkbar. Deshalb soll in dieser Arbeit der Frage nachgegangen werden, welchen gesundheitsförderlichen Nutzen Home Gardening insbesondere auf die Ernährung und die körperliche Aktivität von Menschen hat. Methode: Hierfür wurde eine systematische Literaturrecherche in der wissenschaftlichen Online-Datenbank PubMed durchgeführt und die Ergebnisse der aktuellen Forschungslage dargestellt. Neun Publikationen der letzten 10 Jahre wurden dafür herangezogen.
Ergebnis: Signifikante Ergebnisse für einen höheren Obst- und Gemüseverzehr unter Gärtner*innen zeigen vier von sechs Studien. Ein höheres Maß an körperlicher Aktivität bei Gärtner*innen konnte in drei von vier Studien aufgezeigt werden. Signifikante Ergebnisse wurden außerdem für eine höhere Lebenszufriedenheit und geringere Sterblichkeit gefunden. Bei den eingeschlossenen Studien handelt es sich um Beobachtungs- und Interventionsstudien, die sich methodisch stark unterscheiden, wodurch ihre Vergleichbarkeit und die Aussagekraft insgesamt eingeschränkt ist. Fazit: Aufgrund der vielfältigen gesundheitsförderlichen Eigenschaften ist das Obstund Gemüsegärtnern eine Tätigkeit, die zum Beispiel in der Krebsprävention, Adipositastherapie, Ernährungsbildung und Altenpflege vorstellbar ist. Für eine wissenschaftlich fundierte Bewertung des gesundheitlichen Nutzens von Home Gardening sind methodisch hochwertige Studien, wie randomisierte kontrollierte Studien in den einzelnen Handlungsfeldern wünschenswert.

Abstract Background: Non-communicable diseases like cancer, cardiovascular diseases, obesity and its secondary diseases have become a public health challenge in industrialised countries and are partly caused by low physical activity and poor nutrition. The cultivation of a vegetable patch is an activity that requires exercise on the one hand and produces food that is valuable in terms of health and physiology on the other. In addition, there are other health-promoting properties of gardening that are conceivable. Therefore, this thesis will investigate the question of the health benefits of home gardening, especially regarding to nutrition and physical activity.
Method: For this purpose, a systematic literature search was conducted in the scientific database PubMed and the results of the current research status were presented. Nine publications of the last 10 years are included in this work Outcomes: Four out of six studies show significant results for a higher fruit and vegetable consumption among gardeners. A higher level of physical activity among gardeners was shown in three out of four studies. Significant results were also found for higher life satisfaction and lower mortality. The included studies are observational and interventional studies with different methodology, which limits the comparability of their results.
Conclusion: Because of its many health-promoting characteristics, fruit and vegetable gardening is an activity that can be imagined in prevention, therapy, nutritional education and care for the elderly. The estimate the health benefits of home gardening on a scientific level, studies with high methodological quality, such as randomized controlled trials, are needed. In order to identify the field of medical relevance for Home Gardening, particular groups, such as cancer survivors, should be in consideration of scientific research.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.12738/9939
Einrichtung: Fakultät Life Sciences 
Department Ökotrophologie 
Dokumenttyp: Abschlussarbeit
Abschlussarbeitentyp: Bachelorarbeit
Hauptgutachter*in: Westenhöfer, Joachim  
Gutachter*in der Arbeit: Flothow, Annegret 
Enthalten in den Sammlungen:Theses

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