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dc.contributor.advisorBetscher, Silke Mirjam-
dc.contributor.authorPaniz, Maria-
dc.date.accessioned2026-01-16T09:29:14Z-
dc.date.available2026-01-16T09:29:14Z-
dc.date.created2025-08-23-
dc.date.issued2026-01-16-
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.12738/18659-
dc.description.abstractDie Einführung der bundesweiten Bezahlkarte und ihre politische Begründung sorgte sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den rechtlichen, sozialpolitischen und sozialarbeiterischen Fachbereichen für Debatten und Kritik. Den Argumenten, welche die Durchsetzung der Maßnahme rechtfertigen sollten, stehen wissenschaftlichen Daten, die diese widersprechen oder ihre Abwesenheit zur Stützung ihrer Legitimation entgegen. Die vorliegende empirische Arbeit zielte darauf ab, Perspektiven und Erfahrungen der Zwangsnutzer*innen der SocialCard in Hamburg zu erfassen, um Einblicke in ihren alltäglichen Umgang mit der Bezahlkarte zu gewinnen. Dafür wurde eine qualitative Erhebung von drei Interviews durchgeführt und die Daten anhand der GTM in einem zirkulären Prozess von Datenerhebung, Auswertung und theoretical samplig ausgewertet. Durch die Prozesse des offenen, axialen und selektiven Kodierens zeichneten sich vier Kernkategorien zur Bildung meiner Theorie in Antwort auf die Forschungsfragen ab. Soziale Ausgrenzung, emotionales Belastungserleben, Rückgriff auf kompensatorische Unterstützungsnetzwerke und Kritik an politischen Argumenten gegen die Bezahlkarte wurden als Kernergebnisse festgestellt, welche die Erfahrungen und Perspektiven der Menschen mit Bezahlkarte beschreiben. Zwangsnutzer*innen werden sowohl politisch als auch strukturell Barrieren zur gesellschaftlichen Teilhabe auf sozialer, ökonomischer und politischer ausgesetzt. Soziale Ausgrenzung und ein emotionales Belastungserleben ergeben sich aus der digitalisierten Form der Leistungserbringung und den Einschränkungen der aktuellen Ausgestaltung der SocialCard in Hamburg sowie aus den einhergehenden Verletzungen der Selbstbestimmung und Autonomie. Der Rückgriff auf kompensatorische Unterstützungsnetzwerke wie die Initiative „Hamburg sagt Nein zur Bezahlkarte“ zeigt sich als Handlungsstrategie zur Alltagsbewältigung und Deckung der Bedürfnisse nach Selbstbestimmung und Schutz vor ausbeuterischen Praktiken. Die Perspektive der Befragten auf die politischen Argumente für die Bezahlkarte zeichnet sich als Kritik und weist auf die fehlenden Basis für die versuchte Legitimation der Bezahlkarte als Pull-Faktor von Migration und als sogenannte Schutzmaßnahme für Geflüchtete gegenüber Ermöglichern von illegalisierter Migration. Trotz der begrenzten Stichprobengröße, der Fokussierung auf englischsprachigen Teilnehmer*innen und der eingeschränkten Diversität des Samples sowie methodischer und epistemologischer Herausforderungen während der Interviews liefert die Studie wertvolle erste Einblicke in die Erfahrungen von Zwangsnutzer*innen mit der SocialCard. Es wurde die Sicht von Betroffenen dargestellt und es wird deutlich, dass die Bezahlkarte als Mittel der Leistungserbringung nach dem AsylbLG die Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums von Zwangsnutzer*innen gefährdet und eine erhebliche Belastung in ihrer alltäglichen Lebensbewältigung darstellt. Vor diesem Hintergrund erscheint ihre Abschaffung aus grund- und menschenrechtlicher Sicht sachlich geboten.de
dc.language.isodeen_US
dc.subject.ddc360: Soziale Probleme, Sozialarbeiten_US
dc.titleDie SocialCard in Hamburg : Erfahrungen und Perspektiven der Nutzer*innende
dc.typeThesisen_US
openaire.rightsinfo:eu-repo/semantics/openAccessen_US
thesis.grantor.departmentFakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
thesis.grantor.departmentDepartment Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
thesis.grantor.universityOrInstitutionHochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburgen_US
tuhh.contributor.refereePanagiotidis, Efthimia-
tuhh.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18302-reposit-227985-
tuhh.oai.showtrueen_US
tuhh.publication.instituteFakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
tuhh.publication.instituteDepartment Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
tuhh.type.opusBachelor Thesis-
dc.type.casraiSupervised Student Publication-
dc.type.dinibachelorThesis-
dc.type.driverbachelorThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersionen_US
dc.type.thesisbachelorThesisen_US
dcterms.DCMITypeText-
tuhh.dnb.statusdomainen_US
item.openairetypeThesis-
item.languageiso639-1de-
item.grantfulltextopen-
item.creatorGNDPaniz, Maria-
item.cerifentitytypePublications-
item.creatorOrcidPaniz, Maria-
item.openairecristypehttp://purl.org/coar/resource_type/c_46ec-
item.advisorGNDBetscher, Silke Mirjam-
item.fulltextWith Fulltext-
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