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dc.contributor.advisorBetscher, Silke Mirjam-
dc.contributor.authorAlbecker, Stella-Marie-
dc.date.accessioned2026-01-19T14:36:32Z-
dc.date.available2026-01-19T14:36:32Z-
dc.date.created2025-03-31-
dc.date.issued2026-01-19-
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.12738/18671-
dc.description.abstractDiese Arbeit hat nicht nur die Relevanz der gezielten Adressierung von mütterlichem* Stress aufgezeigt, sondern ebenfalls einen entsprechenden Konzeptvorschlag hierfür geliefert. Dazu wurde im ersten Teil der Arbeit das theoriegestützte Fundament gelegt. Die differenzierte Auseinandersetzung mit dem Verständnis von Mutter*schaft als Herstellungsprozess war notwendig, um die Diversität hinsichtlich der gelebten Konzepte von Mutter*schaft begreifen zu können und, ausgehend von diesem Verständnis, auch die Ambiguität hinsichtlich der Deutungen von Stress erfassen zu können. Um die Vielschichtigkeit von mütterlichem* Stressgeschehen umfassend auszuleuchten und daraus den Bedarf eines entsprechenden Angebots extrahieren zu können, wurden grundlegende Verständnisse von Gesundheit, Krankheit und Gesundheitsförderung erläutert. Da diese Arbeit den Anspruch einer kritischen Aufarbeitung hegt, blieb hierbei die kritische Darstellung und Reflexion des ungleichheitsreproduzierenden Paradoxons von Gesundheitsförderung nicht aus. Auch für die lebenswelt- und communityorientiere Ausrichtung des Angebotsvorschlags, war diese kritische Betrachtung notwendig und wegweisend. Durch ein mehrdimensionales Gesundheitsverständnis werden auch psychosozialer Prozesse, sozioökonomische und kulturelle Einflussfaktoren und Lesarten erfasst, die anschlussfähig an die Salutogenese nach Antonovsky sind. Diese Arbeit hat aufzeigen können, dass insbesondere die Vermittlung von Stressbewältigungsstrategien den Kohärenzsinn stärken können, dadurch Gesundheit erhalten und Krankheitsrisiken mindern können. Um eine adäquate und gezielte Vermittlung von Stressbewältigungsstrategien anstreben zu können, wurden die verschiedenen Stressoren mütterlicher* Lebenswelten umfassend herausgearbeitet. Dabei lag der Fokus nicht nur auf der Darstellung allgemeiner Faktoren, wie Care- Arbeit und Mentaler Last sondern auch und vor allem auf einer differenzierten Betrachtung von Stressoren, die beispielsweise Mütter* mit Fluchterfahrungen betreffen. In diesem Zusammenhang wurde das Konzept der Transdifferenz herangezogen, um die Gleichzeitigkeit von auftretenden Unterschieden in postmigrantischen Gesellschaftsstrukturen begreifen zu können. Bereits hier wurde gezeigt, was mit der diversitätssensiblen Konzeptgestaltung gemeint ist. So ist beispielsweise die im Konzeptvorschlag geplante Möglichkeit, Kinder zu allen Angeboten mitbringen zu können, mit dem Stressempfinden von Müttern* auf Grund der Prägung durch unterschiedliche Familienstrukturen oder kollektivistische Gesellschaftsstrukturen zu begründen. Generell zeigt sich insbesondere in der Auseinandersetzung mit der Vielschichtigkeit und Vielfalt möglicher Stressoren und Bewältigungsmechanismen, dass gerade ein niedrigschwelliger, diversitätssensibler Ansatz angemessen ist. Die fundierte Begründung dieser Annahme liefern die Modelle und theoretischen Konzepte von Czollek et. al. (2019) und Community Health, mithilfe derer nicht nur der gewählte konzeptionelle Ansatz zu begründen ist, sondern auch die erläuterten Methodiken von Community Health und Gerechtigkeitsdenken zur Verwirklichung von Radical Diversity, welche die Autorin als grundlegenden Orientierungsrahmen für den vorgestellten Konzeptvorschlag in Verbindung gesetzt hat. Im Zusammenhang mit Bewegung in der Sozialen Arbeit und ihren Vorteilen für eine klient*innenzentrierte Ausrichtung, die sowohl positive Gruppenerfahrungen, als auch individuelle Selbstwirksamkeit und allgemeines Wohlbefinden fördern können, wird in dieser Arbeit umfassend dargestellt, wie die Integration von Achtsamkeitsmethoden und Yogaübungen nicht nur Stressbewältigungsstrategien auf verschiedenen Ebenen fördern kann, sondern bei zielgruppengerechtem Einsatz auch Chancengleichheit und Soziale Gerechtigkeit unterstützt. Eine Analyse bestehender Angebote hat gerade im Hinblick auf Niedrigschwelligkeit und Diversitätssensibilität gezeigt, welche Lücken bestehen. Der hier vorgeschlagene Konzeptentwurf für MAMAHOOD e. V. als Projekt, soll nicht nur Mutter*schaft mit der benannten Diversitätssensibilität betrachten, Gemeinschaft stärken und unter Berücksichtigung soziokultureller, sozialraumabhängiger Varianzen von Stressoren und Deutungsmuster das Wohlbefinden und die Selbstwirksamkeit von Müttern* fördern. Vielmehr sollen damit auch nachhaltige Effekte von langfristiger Gesundheit im Sinne der Salutogenese erreicht werden. Das hier entworfene Konzept, fördert durch seine niedrigschwellige, diversitätsorientierte Ausrichtung zum einen Chancengleichheit in Bezug auf den Zugang zu gesundheitsfördernden Maßnahmen und zum anderen Chancengleichheit und soziale Teilhabe, bezogen auf Gesundheit im allgemeinen durch die inhaltliche Gestaltung und damit verbundene Befähigung der Adressat*innen. Diese können nicht nur selbst von den Inhalten der Kurse profitieren, sondern auch als Mutiplikator*innen fungieren und dadurch Mehrwerte für die eigenen Communitys zu schaffen. Zudem dient der Ansatz nicht nur der Unterstützung einer spezifischen Teilgruppe von Müttern*, sondern auch der Förderung von Verständnis, Toleranz und diskriminierungskritischem Handeln, da Mütter* durch den gemeinsamen Austausch sowohl Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten feststellen können. Durch den professionell angeleiteten Gruppenprozess sollen sie gleichzeitig befähigt werden, eigene Diversitätskompetenzen weiterzuentwickeln. Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen, die deutlich zeigen, dass die offene Ablehnung und Diskriminierung anderer Lebensentwürfe, Lebenswelten und Identitätskonzepte sagbarer werden und auch in einer breiten Öffentlichkeit anschlussfähig zu sein scheinen, fragt sich, welches Potenzial Konzepte haben, die nicht nur eine spezifische Gruppe adressieren, sondern Menschen mit verschiedener soziokultureller Prägung zusammenbringen und dadurch neben einem Gemeinschaftsgefühl auch Ambiguitätskompetenzen und respektvollen Umgang fördern. Die Idee zu MAMAHOOD e. V. kann in diesem Sinne zum einen dazu genutzt werden, Gesundheitsförderungskonzepte für weitere Zielgruppen zu erschließen und zum anderen, um die gezielte Gesundheitsförderung von Müttern durch die Vermittlung achtsamkeitsbasierter Stressbewältigungsmethoden im Rahmen von empirischer Forschung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu überprüfen und weiterzuentwickeln.de
dc.language.isodeen_US
dc.subject.ddc150: Psychologieen_US
dc.titleGesundheitsförderung von Müttern* : die Erarbeitung eines diversitätssensiblen, gemeinschaftsorientierten Gesundheitsförderungskonzepts zur achtsamkeitsbasierten Stärkung von Stressbewältigungsstrategien bei Müttern*de
dc.typeThesisen_US
openaire.rightsinfo:eu-repo/semantics/openAccessen_US
thesis.grantor.departmentFakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
thesis.grantor.departmentDepartment Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
thesis.grantor.universityOrInstitutionHochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburgen_US
tuhh.contributor.refereeVaudt, Susanne-
tuhh.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18302-reposit-228660-
tuhh.oai.showtrueen_US
tuhh.publication.instituteFakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
tuhh.publication.instituteDepartment Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
tuhh.type.opusMasterarbeit-
dc.type.casraiSupervised Student Publication-
dc.type.dinimasterThesis-
dc.type.drivermasterThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersionen_US
dc.type.thesismasterThesisen_US
dcterms.DCMITypeText-
tuhh.dnb.statusdomainen_US
item.openairetypeThesis-
item.languageiso639-1de-
item.grantfulltextopen-
item.creatorGNDAlbecker, Stella-Marie-
item.cerifentitytypePublications-
item.creatorOrcidAlbecker, Stella-Marie-
item.openairecristypehttp://purl.org/coar/resource_type/c_46ec-
item.advisorGNDBetscher, Silke Mirjam-
item.fulltextWith Fulltext-
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