| DC Field | Value | Language |
|---|---|---|
| dc.contributor.advisor | Groen, Gunter | - |
| dc.contributor.author | Schunk, Mailin | - |
| dc.date.accessioned | 2026-01-26T09:55:46Z | - |
| dc.date.available | 2026-01-26T09:55:46Z | - |
| dc.date.created | 2025-06-12 | - |
| dc.date.issued | 2026-01-26 | - |
| dc.identifier.uri | https://hdl.handle.net/20.500.12738/18714 | - |
| dc.description.abstract | Im Verlauf dieser Arbeit konnte festgestellt werden, wie vielschichtig der Zusammenhang zwischen sozialen Medien, Peerbeziehungen und der psychosozialen Entwicklung ist. Aufbauend auf dem Konzept der Entwicklungsaufgaben – mit besonderem Fokus auf die Identitätsentwicklung nach Erikson und Marcia – wurde erarbeitet, inwiefern soziale Medien und digitale Kommunikation die Beziehungen Jugendlicher beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf ihre psychosoziale Entwicklung hat. Ausgehend davon, dass die Identitätsentwicklung die zentrale Entwicklungsaufgabe des Jugendalters ist, wurde festgestellt, dass Peerbeziehungen bei diesem Prozess eine erhebliche Rolle spielen. Ein weiterer prägender Faktor innerhalb der Lebenswelt Jugendlicher machen heutzutage die sozialen Medien aus. Nahezu alle Jugendlichen nutzen ein Smartphone, primär um mit Freund:innen in Kontakt zu treten. Durch verschiedene Mechanismen wird die Nutzung sozialer Medien systematisch gefördert, zusätzlich spielen Akteur:innen wie Influencer:innen eine große Rolle. Verschiedene Merkmale wie zum Beispiel Asynchronität und Quantifizierbarkeit erschaffen eine einzigartige Online-Umgebung, die für Jugendliche äußerst attraktiv ist. Durch die Präsenz im Alltag, haben soziale Medien unweigerlich einen großen Einfluss auf die Beziehungen und die psychosoziale Entwicklung Jugendlicher. So konnte festgestellt werden, dass Jugendliche soziale Medien primär nutzen, um bestehende Offline-Freundschaften zu ergänzen und zu stärken. Allerdings ermöglichen sie es auch, das bestehende soziale Netzwerk zu erweitern, teilweise auch über geografische Grenzen hinaus. Insgesamt wird aber davon ausgegangen, dass soziale Medien im Sinne der Stimulationshypothese eher Offline-Beziehungen erweitern, anstatt sie zu verdrängen. Zudem verändert sich das Kommunikationsverhalten Jugendlicher mit ihren Peers durch die neuen Bedingungen und Möglichkeiten der Online-Umgebung. Bezogen auf die psychosoziale Entwicklung haben soziale Medien ebenfalls einen erheblichen Einfluss. So können durch neue Möglichkeiten einer gesteuerten Selbstpräsentation und Ansporn zur Selbstenthüllung durch soziale Unterstützung die intrapersonelle Identitätsenwicklung gefördert werden. Keine genauen Ergebnisse konnten bezüglich des Einflusses auf das Selbstkonzept gefunden werden. Auch die interpersonelle Identitätsentwicklung wird durch die sozialen Medien beeinflusst. So können Jugendliche durch die Publizität sozialer Medien Anerkennung erfahren und Feedback erhalten, und durch Online-Vorbilder wie zum Beispiel Influencer:innen Rollen explorieren. Letztere können allerdings auch negative Auswirkungen haben, indem sie als negative Vorbilder fungieren. Des Weiteren bieten soziale Medien neue Möglichkeiten für soziale Vergleiche, soziales Feedback und Selbstreflexion, die den Selbstwert positiv oder negativ beeinflussen. Außerdem schaffen die veränderten Kommunikationsmöglichkeiten neue Anforderungen in Beziehungen. Den Umgang damit erlernen Jugendliche allerdings mit der Zeit, wodurch der gesundende Umgang mit den Möglichkeiten der digitalen Kommunikation zu einem Teil der sozialen Entwicklung wird. Durch die neuen Möglichkeiten sozialer Medien entstehen auch neue Herausforderungen. So beeinflussen soziale Medien das Risikoverhalten Jugendlicher, bieten Raum für Cybermobbing und fördern die Angst, etwas zu verpassen. Zudem kann eine passive Mediennutzung negative Auswirkungen haben, eine selbstaffirmative aktive Nutzung dagegen eindeutig positive. Auswirkungen hat auch der Umfang des Medienkonsum. Nimmt dieser zu große Ausmaße an hat er negative Auswirkungen, wobei hier der soziale und entwicklungsbedingte Kontext eine große Rolle spielt. All dies stellt die Soziale Arbeit vor neue Herausforderungen. Es müssen fachlich reflektierte Rahmungen und Kompetenzen von Fachkräften gefördert werden, damit Jugendlichen eine angemessene Medienerziehung ermöglicht werden kann. Durch die Bearbeitung der Fragestellung konnte festgestellt werden, dass die psychosoziale Entwicklung Jugendlicher in einem Spannungsfeld zwischen sozialen Medien, Entwicklungsaufgaben und Peerbeziehungen stattfindet, sowie vielen Faktoren, die im Rahmen dieser Arbeit gar nicht näher beleuchtet wurden. Dadurch sind auch die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themen dieser Arbeit deutlich komplexer, als zu Beginn vermutet, was teilweise zu Her ausforderungen bei der Bearbeitung der Fragestellung führte. Es wird deutlich, dass die hier dargestellten Zusammenhänge zwar einen ersten Einblick in die Thematik verschaffen, der Rahmen einer Bachelor-Thesis für die Komplexität des Themas kaum ausreicht. So wurde diese Arbeit unter anderem aus einer rein westlichen Perspektive, mit Quellen und Forschungen primär aus europäischen und nordamerikanischen Ländern geschrieben. Dies war eine bewusste Entscheidung, um den Rahmen zu halten, jedoch wäre weitere Perspektiven ebenfalls interessant in Betracht zuziehen. Welchen Einfluss hätten andere digitale Infrastrukturen oder andere gesellschaftliche Normen und Wertesysteme auf die Beantwortung der gleichen Fragestellung? Auch methodische Grenzen spielten eine große Rolle. So entstanden viele der zitierten Studien auf Grundlage von selektiven Stichproben oder Selbstberichten, wobei Ergebnisse verzerrt werden können. Allgemein wären deutlich mehr Langzeitstudien notwendig gewesen, um differenziertere Ergebnisse zu garantieren, ein Punkt, auf den auch die Autor:innen der hier zitierten Studien häufig aufmerksam gemacht haben. Allerdings sind bisher wenig Langzeitstudien zu diesem Thema vorhanden. Weiterhin ließ sich die gesamte Komplexität sozialer Medien im Kontext dieser Arbeit nur begrenzt darstellen. Der Fokus wurde bewusst auf Aspekte sozialer Medien gelegt, die im Zusammenhang mit Peerbeziehungen und der psychosozialen Entwicklung Jugendlicher stehen, also den für die Fragestellung relevanten Themen. Dadurch wurden aber auch wichtige Chancen und Risiken sozialer Medien gar nicht erst thematisiert. Ein Beispiel wäre die Rolle die unter anderem Fake News im Rahmen sozialer Medien im Bezug auf Jugendliche spielen. Auch dies wäre zukünftig ein interessanter Forschungsansatz, zum Beispiel im Bezug auf die Meinungsbildung und politische Bildung Jugendlicher, die ebenfalls eine Rolle in der Entwicklung spielen. Für zukünftige Forschungen ergeben sich aus dieser Arbeit einige Perspektiven, die offen geblieben sind. So ist zwar die Auswahl an Forschungen zu den Auswirkungen sozialer Medien auf Aspekte der psychosozialen Entwicklung Jugendlicher sehr beeindruckend, sie weißt aber auch Lücken auf. So konnten für diese Arbeit wenige Quellen gefunden werden, die sich explizit mit den Auswirkungen auf die soziale Entwicklung Jugendlicher beziehen. Es stellt sich die Frage, inwiefern zum Beispiel die Sozialkompetenz von Jugendlichen durch die veränderte Umgebung innerhalb sozialer Medien unter anderem durch das Transformation Framework beeinflusst wird. Wie beeinflusst zum Beispiel die Cue-Abwesenheit den Umgang mit und das Erleben von Gefühlen für Jugendliche? Tiefergehende Forschungen in diesem Bereich könnten zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen sozialer Medien führen. Wie bereits erwähnt fehlen insgesamt ausreichend Langzeitstudien zu diesem Thema, die weitere Erkenntnisse liefern könnten. Auch langfristige Auswirkungen im Lebenslauf wären im Laufe der Zeit interessant zu erforschen. Allerdings befinden sich die digitale Umgebung und soziale Medien in ständiger Entwicklung und verändern sich, langfristige Forschungen müssten sich an diese Umstände anpassen. Zusammenfassend soll am Ende dieser Arbeit festgehalten werden, dass die Rolle sozialer Medien im Alltag Jugendlicher nicht unterschätzt werden darf. Vielmehr muss sie verstanden werden und darauf in der Arbeit mit Jugendlichen aufgebaut werden. Diese Arbeit hat einen Einblick ermöglicht, welche Rolle soziale Medien und Peerbeziehungen im Zusammenhang miteinander in der psychosozialen Entwicklung Jugendlicher spielen. Dabei ist es zwar wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein, aber auch Chancen nicht außen vor zu lassen. Desjarlais bezeichnete soziale Medien als ein „tool for socialisation“. Mit dieser Betrachtung sollte versucht werden, soziale Medien als ein Werkzeug zu betrachten, dessen Nutzung gelernt werden muss, aber bei guter Nutzung neue Möglichkeiten bietet, wenn diese nur richtig verstanden werden. | de |
| dc.language.iso | de | en_US |
| dc.subject.ddc | 300: Sozialwissenschaften, Soziologie | en_US |
| dc.title | Jugend und Freundschaft in Zeiten sozialer Medien : inwiefern soziale Medien und digitale Kommunikation die Beziehungen Jugendlicher beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf ihre psychosoziale Entwicklung hat | de |
| dc.type | Thesis | en_US |
| openaire.rights | info:eu-repo/semantics/openAccess | en_US |
| thesis.grantor.department | Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) | en_US |
| thesis.grantor.department | Department Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025) | en_US |
| thesis.grantor.universityOrInstitution | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg | en_US |
| tuhh.contributor.referee | Radeiski, Bettina | - |
| tuhh.identifier.urn | urn:nbn:de:gbv:18302-reposit-230029 | - |
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| tuhh.publication.institute | Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) | en_US |
| tuhh.publication.institute | Department Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025) | en_US |
| tuhh.type.opus | Bachelor Thesis | - |
| dc.type.casrai | Supervised Student Publication | - |
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| Appears in Collections: | Theses | |
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