| DC Field | Value | Language |
|---|---|---|
| dc.contributor.advisor | Leupold, Michael | - |
| dc.contributor.author | Kipp, Svenja | - |
| dc.date.accessioned | 2026-01-26T13:26:26Z | - |
| dc.date.available | 2026-01-26T13:26:26Z | - |
| dc.date.created | 2025-05-12 | - |
| dc.date.issued | 2026-01-26 | - |
| dc.identifier.uri | https://hdl.handle.net/20.500.12738/18723 | - |
| dc.description.abstract | Abschließend werden die Ergebnisse dieser Arbeit noch einmal prägnant zusammengefasst, die wichtigsten Erkenntnisse in Bezug auf die Forschungsfrage und die Zielsetzung hervorgehoben sowie bestehende Limitationen dieser Arbeit aufgezeigt. Bei der genaueren Analyse wird deutlich, dass sich die dargestellten Modelle der prinzipienorientierten Falldiskussion und der KEF hinsichtlich ihrer konzeptuellen Grundlagen und insbesondere ihrer direkt strukturierenden Eigenschaften deutlich stärker unterscheiden, als es zunächst ersichtlich war. Als interessant erweist sich daher die ähnliche Herangehensweise der Modelle, die sich der Lösung normativer Fragestellungen prinzipiengeleitet und deduktiv nähern und dabei problemzentriert verfahren sowie auf verschiedene ethische Argumentationsweisen zurückgreifen. Zur Ausdifferenzierung der normativen Grundlage sowie zur Lösungsbewertung bietet die KEF gegensätzlich zur prinzipienorientierten Falldiskussion ein breites Angebot anwendbarer Ansätze. Zudem eröffnet die KEF insbesondere im Fallverstehen eine dialogisch-hermeneutische Ebene und fördert damit eine vertiefende ethische Reflexion des Falls. In der Anwendung setzt sie jedoch ein gewisses Maß an Zeit, Kommunikation und Wissen voraus. Daraus ergibt sich für die Professionalisierung ethischer Entscheidungsfindung im Sozialwesen die Notwendigkeit einer fundierten Wissensvermittlung und systematischen Einübung der Methodik. Diese Arbeit hat dahingehend Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der KEF einerseits als etabliertes Bildungsformat in Ausbildungsstätten der Sozialen Arbeit sowie andererseits als Fortbildungsformat für Praktiker*innen aufgezeigt. Ist eine Wissensgrundlage hergestellt, wäre für eine Praxistauglichkeit der KEF insbesondere ihr inhaltliches Volumen, ihr zeitlicher Umfang sowie gegebenenfalls ihr Setting weiter anzupassen. Die Relevanz der Etablierung ethischer Fallbesprechung in der sozialberuflichen Praxis wurde im ersten Teil dieser Arbeit eingängig herausgearbeitet. Vor diesem Hintergrund arbeiten die Entwickler*innen der KEF bereits an einer angepassten Modellversion. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Vergleich der Modelle sowie die Analyse ihrer Gemeinsamkeiten und insbesondere ihrer markanten Unterschiede wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der KEF geliefert haben. Diese kann einen bedeutenden Beitrag zur Professionalisierung ethischer Entscheidungsfindung in der sozialberuflichen Praxis leisten. Die vorliegende Arbeit hat somit wertvolle Überlegungen und Empfehlungen für die ethische Fallreflexion in der Sozialen Arbeit durch die KEF aufgezeigt. Diese Arbeit unterliegt jedoch auch einigen Limitationen: Die Darstellung der KEF ist aufgrund ihrer fortschreitenden Entwicklung als Momentaufnahme zu verstehen. Zudem handelt es sich bei der Darstellung beider Modelle um selektive Informationen und ausgewählte Anwendungskontexte mit Hinblick auf die Fragestellung. So könnte beispielsweise eine Untersuchung der Nutzung für Einzelpersonen zu abweichenden Vergleichsergebnissen führen. Des Weiteren erfüllt die Arbeit durch die angepasste Methodik vermutlich nicht vollständig die Gütekriterien qualitativer Forschung. Auch die realen Möglichkeiten einer breiten Praxisetablierung der KEF konnten in dieser Arbeit aufgrund der limitierten Informationslage durch die ausgewählten Vergleichskategorien nicht umfassend untersucht werden. Eine weiterführende Analyse der indirekt strukturierenden Merkmale nach Seidlein et. al. (2023, 347) könnte sich dazu anbieten. Zudem könnten wiederholte Vergleiche der KEF mit weiteren Modellen aus dem Gesundheitswesen oder der Sozialen Arbeit neue Perspektiven eröffnen, die das Verständnis von Stärken und Schwächen unterschiedlicher Ansätze vertiefen und eine umfassendere Einschätzung ermöglichen könnten. Abschließend ist festzuhalten, dass ethische Fallbesprechung im Sozialwesen die wesentlichen Ziele einer professionellen ethischen Entscheidungsfindung, wie Entlastung der Fachkräfte oder professionsmoralische Angemessenheit und Qualitätssicherung in der Praxis, fördern kann. Somit können auch die unmoralischen Strukturen, die ethische Konflikte beeinflussen und begünstigen, betrachtet und sichtbar gemacht werden. Diese können jedoch durch die Fallbesprechung allein nicht gelöst werden, denn für strukturelle Probleme braucht es strukturelle Lösungen. Die Soziale Arbeit ist daher dazu angehalten, ihre Rahmenbedingungen weiterhin kritisch zu untersuchen und die Entstehungsbedingungen ethischer Problemlagen im sozialen Bereich systematisch zu erforschen. Neben der Verankerung ethischer Auseinandersetzung in Ausbildung und im Berufsalltag ist weitergehend die Entwicklung widerstandsfähiger Strategien gegen unmoralische Strukturen sowie die strukturelle Umgestaltung der Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit notwendig (vgl. Como-Zipfel et. al. 2023, 28f.; Kohlfürst/Kulke 2023, 102). | de |
| dc.language.iso | de | en_US |
| dc.subject.ddc | 360: Soziale Probleme, Sozialarbeit | en_US |
| dc.title | Professionalisierung ethischer Entscheidungsfindung in der Sozialen Arbeit : vergleichende Sichtung der prinzipienorientierten Falldiskussion und der kollegialen ethischen Fallberatung (KEF) | de |
| dc.type | Thesis | en_US |
| openaire.rights | info:eu-repo/semantics/openAccess | en_US |
| thesis.grantor.department | Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) | en_US |
| thesis.grantor.department | Department Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025) | en_US |
| thesis.grantor.universityOrInstitution | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg | en_US |
| tuhh.contributor.referee | Langer, Andreas | - |
| tuhh.identifier.urn | urn:nbn:de:gbv:18302-reposit-230148 | - |
| tuhh.oai.show | true | en_US |
| tuhh.publication.institute | Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) | en_US |
| tuhh.publication.institute | Department Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025) | en_US |
| tuhh.type.opus | Bachelor Thesis | - |
| dc.type.casrai | Supervised Student Publication | - |
| dc.type.dini | bachelorThesis | - |
| dc.type.driver | bachelorThesis | - |
| dc.type.status | info:eu-repo/semantics/publishedVersion | en_US |
| dc.type.thesis | bachelorThesis | en_US |
| dcterms.DCMIType | Text | - |
| tuhh.dnb.status | domain | en_US |
| item.creatorOrcid | Kipp, Svenja | - |
| item.openairetype | Thesis | - |
| item.creatorGND | Kipp, Svenja | - |
| item.languageiso639-1 | de | - |
| item.advisorGND | Leupold, Michael | - |
| item.openairecristype | http://purl.org/coar/resource_type/c_46ec | - |
| item.fulltext | With Fulltext | - |
| item.cerifentitytype | Publications | - |
| item.grantfulltext | open | - |
| Appears in Collections: | Theses | |
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|---|---|---|---|---|
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