| Titel: | Der Zusammenhang von Schichtarbeit und kognitiven Funktionen : Ergebnisse aus der Hamburg City Health Study | Sprache: | Deutsch | Autorenschaft: | Gangloff, Chiara Ana | Erscheinungsdatum: | 4-Feb-2026 | Zusammenfassung: | Hintergrund: Schichtarbeit ist unerlässlich für die andauernde Aufrechterhaltung bestimmter Produktionen und Dienstleistungen. Allerdings geht mit der Schichtarbeit ein gesundheitliches Risiko für die Beschäftigten einher. Insbesondere die schichtarbeitsbedingte Disruption des zirkadianen Rhythmus beeinflusst die Schlafgesundheit, was wiederrum Auswirkungen auf die kognitiven Funktionen haben kann. Einschränkungen der kognitiven Funktionen bedeuten einerseits Konsequenzen für das berufliche und alltägliche Leben der Betroffenen selbst. Auf der anderen Seite stellt eine verminderte Leistungsfähigkeit in Berufen wie beispielsweise der Feuerwehr und Polizei auch ein Risiko für die Allgemeinheit dar. Aufgrund dessen zielt die vorliegende Studie darauf ab, Unterschiede zwischen Tag- und SchichtarbeiterInnen hinsichtlich der kognitiven Funktionen zu analysieren. Methoden: In einer Sekundärdatenanalyse auf Basis der Daten der Hamburg City Health Study (HCHS) wird der Zusammenhang zwischen Schichtarbeit und kognitiven Funktionen untersucht. Dabei wird zwischen den TeilnehmerInnen unterschieden, die aktuell in Schichtarbeit tätig sind, und denen, die reguläre Tagarbeit leisten. Die kognitiven Funktionen werden mittels des Trail Making Tests (TMT) erfasst. Zur Auswertung werden zunächst bivariate Analysen und anschließend eine schrittweise multiple lineare Regressionsanalyse durchgeführt. Ergebnisse: Nach Adjustierung für mögliche Confounder (Alter, Geschlecht, Bildung, Schlafdauer, körperliche Aktivität) zeigen SchichtarbeiterInnen im Vergleich zu TagarbeiterInnen im Durchschnitt schlechtere Leistungen bei dem TMT, was auf geringe kognitive Funktionen hinweist. Dieser Unterschied ist jedoch im volladjustierten Modell nicht statistisch signifikant. Unter den Kontrollvariablen ist insbesondere das Alter und das Bildungsniveau statistisch signifikant mit den kognitiven Funktionen assoziiert. Die Ergebnisse sollten vor dem Hintergrund methodischer Limitationen vorsichtig interpretiert werden. Fazit: Die gewonnenen Erkenntnisse zu möglichen Einschränkungen kognitiver Funktionen im Zusammenhang mit Schichtarbeit haben eine besondere Bedeutung für die Praxis. ArbeitgeberInnen tragen eine Verantwortung für den Schutz der Gesundheit der Beschäftigten - die Ergebnisse können daher als Impuls für die Entwicklung gesundheitsförderlicher und präventiver Maßnahmen dienen. Darüber hinaus besteht eine besondere wissenschaftliche Relevanz, da auf bestehende Forschungsbedarfe hingewiesen und die Notwendigkeit weiterführender Untersuchungen in diesem Themenfeld unterstrichen wird. |
URI: | https://hdl.handle.net/20.500.12738/18808 | Einrichtung: | Fakultät Life Sciences (ehemalig, aufgelöst 10.2025) Department Gesundheitswissenschaften (ehemalig, aufgelöst 10.2025) |
Dokumenttyp: | Abschlussarbeit | Abschlussarbeitentyp: | Bachelorarbeit | Betreuer*in: | Schillmöller, Zita | Gutachter*in: | Hoven, Hanno |
| Enthalten in den Sammlungen: | Theses |
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| BA_Zusammenhang_von_Schichtarbeit_und_kognitiven_Funktionen.pdf | 1.39 MB | Adobe PDF | Öffnen/Anzeigen |
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