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DC ElementWertSprache
dc.contributor.advisorRöhr, Laura-
dc.contributor.authorHorenburg, Leonie-
dc.date.accessioned2026-03-27T08:08:01Z-
dc.date.available2026-03-27T08:08:01Z-
dc.date.issued2025-08-05-
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.12738/19128-
dc.description.abstractDas übergreifende Ziel der Arbeit war es, sich der Frage „Wie beeinflusst eine normative Männlichkeitssozialisation die Sexualdelinquenz bei Männern im Kontext der Straffälligenhilfe mit jugendlichen Tätern?“ zu widmen. Beantwortet werden kann sie damit, dass die Männlichkeitssozialisation hohen Einfluss auf Sexualdelinquenz nehmen kann. Nicht nur den Tätern, sondern auch den gesellschaftlichen Strukturen und öffentlichen Reaktionen kann eine große Verantwortung zugeschrieben werden. Eine ungleiche Verteilung von Macht zeigt sich nicht nur in den Daten der PKS, sondern auch in der alltäglichen Realität. Dies wird beispielsweise durch den Gender-Pay-Gap deutlich. Es wird nach wie vor oft erwartet, dass vorgegebene Geschlechterrollen erfüllt werden, und Menschen, die diesen nicht entsprechen, haben es nachweislich schwerer als andere. Sexualisierte Gewalt wird gesellschaftlich verurteilt, jedoch bleiben meist die Konsequenzen für Täter aus, da Taten oftmals nicht aufgedeckt oder aufgrund von fehlenden Beweisen nicht verurteilt werden. Sexismus und Misogynie besitzen nach wie vor eine enorme Reichweite und auch der Feminismus erzeugte Gegenbewegungen, die sich wehren, um eine männliche Autorität aufrecht zu erhalten. Durch die Normalisierung von Gewalt bei männlich gelesenen Personen sinkt die Hemmschwelle, gewalttätig zu werden und die Grenzen, eine derartige Tat zu begehen, lassen sich leichter überwinden. Auch das Internet erleichtert die Verbreitung von sexistischen und misogynen Werten und kann gewaltbereite Radikalisierungen wie die der „Incels“ hervorrufen. Egal welche soziale Schicht, die Täter sind größtenteils männlich und die Erklärung findet sich nicht in biologischen Gegebenheiten, sondern hauptsächlich in der Sozialisation. Die Sozialarbeit in der Straffälligenhilfe steht vor einer großen Herausforderung, wenn sie sich gegen strukturell und patriarchal verankerte Normen stellen möchte. Sie hat jedoch die Chance, aufzuklären und in ihren jungen Klienten intrinsische Motivationen und Bedürfnisse zu wecken, die präventiv (weitere) Taten verhindern. Vor allem die Arbeit mit Jugendlichen Tätern hat die Chance, präventiv aufzuklären. Dennoch ist der Weg dorthin bisher eher hindernisreich und Forschungen zu einem expliziten geschlechterreflektierten Umgang mit jungen Sexualstraftätern sind noch nicht angemessen umfangreich. Von einer von Diskriminierungen durchzogenen Gesellschaft ist niemand frei, der in ihr aufwächst, weswegen auch jede*r Professionelle zunächst und stetig sich selbst reflektieren muss. Öffentliche Debatten um #MeToo oder den Fall Gisèle Pelicot erscheinen rückblickend und in Anlehnung an die Ergebnisse noch bedeutungsvoller, da sich gesellschaftliche Strukturen nur wandeln können, sofern auf Ungerechtigkeiten aufmerksam gemacht wird. Opfergeschichten müssen demnach für die Gesellschaft und Täter sichtbarer gemacht werden. Methoden wie der TOA können, sofern sie weiter reflektiert und überarbeitet werden, dazu beitragen. Das Patriarchat hat Wurzeln geschlagen, die sich zwar bereits wandeln, die aber zunächst nicht wegzudenken sind. Es gilt daher sowohl für die Soziale Arbeit als auch die gesamte Gesellschaft, sich diesen Wurzeln entgegenzustellen, sie zu verstehen und zu hinterfragen, um beispielsweise die Auswirkungen einer normativ männlichen Sozialisation auf Gewalt einzudämmen.de
dc.language.isodeen_US
dc.subject.ddc150: Psychologieen_US
dc.titleZur Beziehung von normativer Männlichkeitssozialisation und sexualdelinquentem Verhalten : eine Analyse im Kontext der Straffälligenhilfede
dc.typeThesisen_US
openaire.rightsinfo:eu-repo/semantics/openAccessen_US
thesis.grantor.departmentFakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
thesis.grantor.departmentDepartment Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
thesis.grantor.universityOrInstitutionHochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburgen_US
tuhh.contributor.refereeLutz, Tilman-
tuhh.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:18302-reposit-236687-
tuhh.oai.showtrueen_US
tuhh.publication.instituteFakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
tuhh.publication.instituteDepartment Soziale Arbeit (ehemalig, aufgelöst 10.2025)en_US
tuhh.type.opusBachelor Thesis-
dc.type.casraiSupervised Student Publication-
dc.type.dinibachelorThesis-
dc.type.driverbachelorThesis-
dc.type.statusinfo:eu-repo/semantics/publishedVersionen_US
dc.type.thesisbachelorThesisen_US
dcterms.DCMITypeText-
tuhh.dnb.statusdomainen_US
item.openairetypeThesis-
item.creatorOrcidHorenburg, Leonie-
item.creatorGNDHorenburg, Leonie-
item.advisorGNDRöhr, Laura-
item.grantfulltextopen-
item.languageiso639-1de-
item.fulltextWith Fulltext-
item.openairecristypehttp://purl.org/coar/resource_type/c_46ec-
item.cerifentitytypePublications-
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