Verlagslink DOI: 10.5281/zenodo.16834161
Titel: IST-Analyse zur Identifikation eines Überblicks von Forschungsthemen für Menschen mit Demenz und deren An-/Zugehörigen in Mecklenburg-Vorpommern : Ergebnisse einer systematische Literatursuche
Sprache: Deutsch
Autorenschaft: Dreier-Wolfgramm, Adina  
Lichy, Daniel 
Schulz, Anja 
Petersen, Jana 
Herausgeber: Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung 
Schlagwörter: Demenz; demenzspezifische Forschungsschwerpunkte
Erscheinungsdatum: 22-Sep-2025
Verlag: Zenodo, Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung e.V.
Zeitschrift oder Schriftenreihe: Zenodo : research shared 
Konferenz: Deutscher Kongress für Versorgungsforschung 2025 
Zusammenfassung: 
Hintergrund: Deutschlandweit sind mehr als 1.8 Mio. Menschen von Demenz betroffen. Allein in 2021 erkrankten rund 440.000 Menschen neu. (1,2). Prognosen zufolge wird sich bis zum Jahr 2050 die Anzahl der Betroffenen auf bis zu 2.8 Millionen erhöhen (3). In Mecklenburg-Vorpommern (M-V) sind aktuell mehr als 38.000 Menschen von Demenz betroffen (4). Es besteht eine Reihe von Versorgungs- und Entlastungsangeboten für Menschen mit Demenz und deren Betreuungspersonen, die wissenschaftlich entwickelt und evaluiert wurden. Eine systematische Bestandsaufnahme steht jedoch aus.

Zielsetzung: Welche demenzbezogenen Forschungsthemen können für M-V identifiziert werden? Ziel ist es, einen Überblick zu erhalten und die Ergebnisse mit dem Handlungsfeld 4 „Exzellente Forschung zu Demenz fördern“ der Nationalen Demenzstrategie (NDS) abzugleichen, um einen Umsetzungsstand der NDS für M-V vorzunehmen sowie etwaige Anpassungserfordernisse zu identifizieren.

Methode: Es erfolgte eine systematische Literatursuche in der Fachdatenbank PubMed mit anschließender Handsuche im Zeitraum vom 23.10. bis 11.12.2024. Folgende Einschlusskriterien wurden verwendet: (a) Demenz, (b) An-/Zugehörige, (c) Mecklenburg-Vorpommern. So konnten 25 Treffer identifiziert werden. Anhand der Ein- und Ausschlusskriterien wurden 6 Treffer ausgeschlossen. Die Personensuche (N=10) führte zu n=1.093 Treffern. Davon waren n=180 Doppelung. Ausgeschlossen wurden n=756 Treffer, da sie keinen Demenzbezug aufwiesen (n=72) oder die Studien nicht in M-V (n=684) durchgeführt wurden. Somit konnten 157 zusätzliche Treffer identifiziert werden. Insgesamt wurden 176 Publikationen in die Analyse einbezogen.

Ergebnisse: Die 176 gefundenen Publikationen wurden im Zeitraum von 2012-2024 veröffentlicht. Der überwiegende Anteil waren Querschnittsanalysen (n=56), RCTs (n=39) und Reviews (n=18). Die bislang durchgeführten Studien finden überwiegend in der Versorgungsforschung statt (n=69) gefolgt von klinischen Studien (n=52) und der Grundlagenforschung (n=51). Die Überführung der Studienergebnisse in die Regelversorgung durch sog. Implementierungsforschung (n=3) nimmt bislang nur einen geringen Anteil ein. Die veröffentlichen Publikationen erfolgten insbesondere zur (a) Kuration/Therapie (n=74), (b) Diagnostik (n=60) und (c) Pflege (n=14). Die Rehabilitation von Menschen mit Demenz wurde lediglich in einem Review wissenschaftlich thematisiert. Die palliative Versorgung von demenziell Betroffenen sowie die Betreuung und Begleitung pflegender An-& Zugehöriger wurde in M-V bislang nicht wissenschaftlich adressiert.

Implikation für Forschung und/oder (Versorgungs-)Praxis: Künftige Weiterentwicklungspotentiale liegen u.a. im (a) Ausbau von Forschungsvorhaben mit Routinedaten, (b) der Umsetzung von EU-weiten Studien oder (c) der Entwicklung von evidenzbasierten Präventionskonzepten. Die Literatursuche war zeitlich begrenzt. Daher wurde die Literatursuche auf eine Fachdatenbank sowie eine Handsuche begrenzt.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12738/19225
Begutachtungsstatus: Diese Version hat ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen (Peer Review)
Einrichtung: Department Pflege und Management (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Forschungs- und Transferzentrum Health Care Research 
Dokumenttyp: Poster
Hinweise zur Quelle: (1) Blotenberg, I., Hoffmann, W., & Thyrian, J. R. (2023). Dementia in Germany: Epidemiology and Prevention Potential. Dtsch Arztebl Int, 120(27-28), 470-476. doi:10.3238/arztebl.m2023.0100 (2) Alzheimer Gesellschaft e.V. (2022). Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen. https://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/Alz/pdf/factsheets/ infoblatt1_haeufigkeit_ demenzerkrankungen_dalzg.pdf (Zugriff: 16.08.2023) (3) GBD 2019 Dementia Forecasting Collaborators. Estimation of the global prevalence of dementia in 2019 and forecasted prevalence in 2050: an analysis for the Global Burden of Disease Study 2019. Lancet Public Health. 2022 Feb;7(2):e105-e125.doi: 10.1016/S2468-2667(21)00249-8. (4) Alzheimer Gesellschaft, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern (2023). Landesfachstelle Demenz Mecklenburg-Vorpommern. https://alzheimer-mv.de/landesfachstelle-demenz/. (Zugriff: 26.03.2024)
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