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Titel: Die entwicklungsrelevanten Vorteile des verzögerten Abnabelns bei Frühgeborenen im Vergleich zum frühzeitigen Abnabeln
Sprache: Deutsch
Autorenschaft: Garic, Anna Lena 
Erscheinungsdatum: 10-Dez-2025
Zusammenfassung: 
Die vorliegende Arbeit untersuchte den Zusammenhang zwischen dem verzögerten Abnabeln und den entwicklungsrelevanten Vorteilen bei Frühgeborenen. Die Ergebnisse lieferten einen signifikanten Überlebensvorteil sowie eine verbesserte hämatologische Stabilität. Auch wenn das Überleben kein primäres entwicklungsrelevantes Outcome ist, stellt es die Voraussetzung für jedes andere Entwicklungsergebnis dar. Zu den hämatologischen Vorteilen gehören ein erhöhtes Erythrozytenvolumen sowie höhere Hämatokrit- und Hämoglobinwerte. Des Weiteren zeigte sich ein reduzierter Bedarf an Erythrozytentransfusionen, der sich durch die gesteigerte Erythrozytenmasse erklären lässt. Hinweise auf immunologische Vorteile, wie ein erhöhter Anteil an CD34- Stammzellen und eine Reduktion der Sepsisrate, deuten zusätzlich auf positive Effekte hin. Die Evidenzlage der neonatalen Morbiditäten zeigte sich als heterogen. Während einige Studien keine signifikanten Unterschiede berichten, zeigen andere in einzelnen Untergruppen positive Aspekte, was eine eindeutige Interpretation erschwert. Die häufigste beobachtete Nebenwirkung von DCC ist ein erhöhtes Risiko von Hyperbilirubinämie, welches im schlimmsten Fall eine Fototherapie erforderte aber keine klinischen Nachteile verursachte. Im Gegensatz dazu zeigten die Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche keine eindeutigen Vorteile der verzögerten Nabelschnurklemmung in Bezug auf primäre entwicklungsrelevante Parameter wie Motorik, Sprache oder Kognition. Insgesamt wurde deutlich, dass die verzögerte Nabelschnurklemmung einen klinischen Nutzen zeigt. Jedoch wurden die Auswirkungen von DCC auf die langfristige neurologische Entwicklung von Frühgeborenen noch nicht ausreichend untersucht. Diesbezüglich besteht daher ein erheblicher Forschungsbedarf, dem zukünftig dringend nachgegangen werden sollte. Dabei sollte in neueren Studien zunächst eine einheitliche Einteilung nach Gestationsalter und Geburtsgewicht erfolgen, um eine Vergleichbarkeit zwischen den Studien zu schaffen. Weiterhin sollten gezielt spezifische Untergruppen wie Mehrlingsgeburten, Frühgeborene mit IUGR und Plazentainsuffizienz und vor allem mit sofortigem Reanimationsbedarf untersucht werden. Anschließend sollte basierend auf diesen Erkenntnissen ein standardisiertes Behandlungsprotokoll für die Intervention der verzögerten Nabelschnurklemmung entwickelt werden. Dieses sollte unter Berücksichtigung der Säuglingsposition während der Plazentatransfusion, der Geburtsmethode, der Verabreichung von Uterotonika und der optimalen Dauer stattfinden. Schließlich sollten weitere Methoden der Plazentatransfusion, wie z.B. UCM und PBCC verglichen werden, um die optimale Strategie zu bestimmen.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12738/19613
Einrichtung: Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Department Pflege und Management (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Dokumenttyp: Abschlussarbeit
Abschlussarbeitentyp: Bachelorarbeit
Betreuer*in: Buskohl, Anne 
Gutachter*in: Begerow, Anke 
Enthalten in den Sammlungen:Theses

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