| Titel: | Kinderschutz in der Erwachsenenmedizin - eine Umfrage zu Kenntnissen und Haltungen unter den Beschäftigten des Zentrums für interdisziplinäre Akut- und Notfallmedizin Karlsruhe | Sprache: | Deutsch | Autorenschaft: | Gerberding, Rona | Schlagwörter: | medizinischer Kinderschutz; Erwachsenenmedizin; Kenntnisse und Haltungen; Berufsgruppenunterschiede; Früherkennung | Erscheinungsdatum: | 25-Aug-2025 | Zusammenfassung: | Hintergrund: Obwohl die Evidenz zu negativen Auswirkungen kindlicher Belastungserfahrungen hoch ist, bleibt die Zahl unerkannter Kindeswohlgefährdungen erheblich. Durch den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Jahr 2020, Kinderschutzkonzepte in medizinischen Institutionen juristisch bindend einzuführen, wird die Schlüsselrolle der Gesundheitsfachkräfte bei Erkennung und Intervention von Kindeswohlgefährdung gestärkt. Kurzscreenings – wie das niederländische Haager Protokoll – können in der Erwachsenenmedizin dazu dienen, Kindeswohlgefährdungen anhand erwachsener Patient:innen frühzeitig zu identifizieren. Die vorliegende Studie untersucht daher die Kenntnisse und Haltungen zum Thema Kinderschutz unter medizinischen Angestellten einer Erwachsenennotaufnahme in Karlsruhe sowie potenzielle Unterschiede zwischen den Berufsgruppen der Gesundheitsfachkräfte. Methode: Im Februar/ März 2025 wurde eine quantitative Online-Umfrage unter den Angestellten des Zentrums für interdisziplinäre Akut- und Notfallmedizin (ZiAN) Karlsruhe durchgeführt. Die erhobenen Daten wurden deskriptiv ausgewertet sowie mittels Mann-Whitney-U-Test zu jeweils zwei repräsentativen Items hinsichtlich Haltungen und Kenntnissen analysiert. Ergebnisse Die Auswertung zeigt grundsätzlich eine aufgeschlossene und positive Haltung zum Thema Kinderschutz (N = 32). Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse Lücken hinsichtlich des Kenntnisstandes sowie Unsicherheiten und strukturelle Defizite im Bereich Kinderschutz. Zwischen den Berufsgruppen der Ärzt:innen und Pflegekräfte zeigt sich ein signifikanter Unterschied (U = 20,00, z = -2,148, p = 0,032). Fazit: Die Arbeit deutet auf ungenutztes Potenzial für Kinderschutz in der Erwachsenenmedizin hin. Es besteht Bedarf an gezielten Maßnahmen zur Kenntnissteigerung und struktureller Verankerung des Kinderschutzes an der ZiAN Karlsruhe sowie an weiterführenden Studien, die auch berufsgruppenspezifische Unterschiede tiefergehend untersuchen. |
URI: | https://hdl.handle.net/20.500.12738/19719 | Einrichtung: | Fakultät Life Sciences (ehemalig, aufgelöst 10.2025) Department Gesundheitswissenschaften (ehemalig, aufgelöst 10.2025) |
Dokumenttyp: | Abschlussarbeit | Abschlussarbeitentyp: | Bachelorarbeit | Betreuer*in: | Haufs, Michael | Gutachter*in: | Pawils, Silke |
| Enthalten in den Sammlungen: | Theses |
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