| Titel: | Analyse des Einflusses von Ernährung und nährstoffbasierte Strategien auf das prämenstruelle Syndrom (PMS) | Sprache: | Deutsch | Autorenschaft: | Maylandt, Paula | Erscheinungsdatum: | 29-Apr-2025 | Zusammenfassung: | Das prämenstruelle Syndrom (PMS) zählt zu den häufigsten zyklusabhängigen Beschwerdebildern bei Frauen im gebärfähigen Alter und ist mit regelmäßig wiederkehrenden psychischen, kognitiven und physischen Symptomen verbunden. Trotz hoher Prävalenz und teils erheblicher Einschränkungen im Alltag wird PMS in der medizinischen Praxis und im gesellschaftlichen Diskurs häufig vernachlässigt. Bisherige Therapieansätze fokussieren sich meist auf hormonelle oder symptomorientierte medikamentöse Behandlungen, die nicht für alle Betroffenen geeignet und oft nur begrenzt wirksam sind. Vor diesem Hintergrund rücken alternative Ansätze wie Ernährung und nährstoffbasierte Strategien zunehmend in den Fokus. Ziel dieser Arbeit ist es, mit Hilfe einer systematischen Literaturrecherche anhand der PRISMA-Methode zu untersuchen, welchen Einfluss spezifische Mikronährstoffe und pflanzliche Substanzen auf PMS haben. Insgesamt wurden 17 randomisiert-kontrollierte Studien ausgewertet und hinsichtlich Methodik, Zielpopulation und Intervention analysiert. Die identifizierten Substanzen lassen sich vier Wirkmechanismen zuordnen: hormonmodulierend, entzündungshemmend bzw. antioxidativ, neurotransmitterregulierend sowie nicht-spezifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass verschiedene ernährungsbasierte Interventionen signifikante Verbesserungen der PMSSymptome erzielen konnten. Besonders wirksam erwiesen sich Vitamin D, Zink, Curcumin, Omega-3-Fettsäuren sowie B-Vitamine, teilweise mit Effekten auf mehreren pathophysiologischen Ebenen. Vor allem psychische Symptome wie Reizbarkeit oder depressive Verstimmung reagierten sensibel auf gezielte Mikronährstoffgaben. Substanzen ohne benannten Wirkmechanismus ließen sich ebenfalls theoretisch in bestehende Modelle einordnen. Kleine Stichproben, kurze Interventionszeiträume und fehlende Biomarker schränken die Aussagekraft jedoch ein. Künftig sind hochwertige Studien mit standardisierten Protokollen, längerer Beobachtungszeit und besserer Kontrolle von Einflussfaktoren erforderlich. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse das therapeutische Potenzial ernährungsbasierter Strategien bei PMS. Mikronährstoffinterventionen könnten eine vielversprechende, individualisierte und nicht-pharmakologische Behandlungsoption für Betroffene darstellen. The premenstrual syndrome (PMS) is a common cycle-related condition in women of reproductive age, characterized by recurring emotional, cognitive, and physical symptoms. Despite its high prevalence and impact on daily life, PMS is still often underestimated in clinical and societal contexts. Standard treatments primarily focus on hormonal or symptom-specific medications, which may be limited in effectiveness or not suitable for all. Consequently, non-pharmacological approaches such as nutrition-based strategies are gaining attention. This thesis investigates, through a systematic literature review according to PRISMA guidelines, the influence of specific micronutrients and plant-based compounds on PMS. Seventeen randomized controlled trials were included and analyzed in terms of design, population, and intervention. The substances were classified into four proposed mechanisms: hormone-modulating, anti-inflammatory/antioxidant, neurotransmitter- regulating, and non-specified. The findings indicate that many nutrition-based interventions, including vitamin D, zinc, curcumin, omega-3 fatty acids, and B vitamins, can significantly reduce symptoms of the PMS. In particular, psychological symptoms such as irritability, low mood, and emotional instability were responsive to targeted micronutrient intake. Some substances showed effects on multiple pathophysiological levels. However, methodological limitations, such as short treatment durations, small sample sizes, and missing biomarker data, reduce the strength of causal interpretation. More highquality studies with standardized protocols, longer follow-up, and better control of influencing factors are needed. Overall, the results highlight the therapeutic potential of nutrition- based strategies for PMS. Micronutrient interventions could represent a promising, individualized, non-pharmacological treatment option for women affected by cycle-related complaints. |
URI: | https://hdl.handle.net/20.500.12738/19721 | Einrichtung: | Fakultät Life Sciences (ehemalig, aufgelöst 10.2025) Department Ökotrophologie (ehemalig, aufgelöst 10.2025) |
Dokumenttyp: | Abschlussarbeit | Abschlussarbeitentyp: | Bachelorarbeit | Betreuer*in: | Carlsohn, Anja | Gutachter*in: | Riedel, Nina |
| Enthalten in den Sammlungen: | Theses |
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