| Title: | Betreuung und Beratung von Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis und Kinderwunsch durch Hebammen : ein Versorgungsplan | Language: | German | Authors: | Wilke, Jule | Issue Date: | 18-Dec-2025 | Abstract: | Ziel der Arbeit Ziel dieser Arbeit ist es, einen evidenzbasierten Versorgungsplan zu entwickeln, der aufzeigt, wie die präkonzeptionelle Betreuung und Beratung von Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis und Kinderwunsch durch Hebammen gestaltet werden können. Dabei soll dargestellt werden, welche Beratungsinhalte, Ausführungsstrukturen und Limitationen für eine evidenzbasierte und gesundheitsfördernde Betreuung und Beratung erforderlich sind. Die Arbeit verfolgt damit das Ziel, eine bislang nicht strukturell verankerte Versorgungsleistung von Hebammen anhand der Zielgruppe von Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis theoretisch und praktisch zu konkretisieren und eine mögliche Grundlage für zukünftige Implementierungs- und Evaluationsstudien zu schaffen. Vorgehensweise Die Arbeit folgt einem systematischen Vorgehen. Zunächst wird eine Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed und Cochrane Library durchgeführt sowie Ein- und Ausschlusskriterien dafür definiert. Die ausgewählte Literatur wird nach inhaltlichen Schwerpunkten ausgewertet, auf deren Basis ein evidenzbasierter praxisorientierter Versorgungsplan entwickelt wird, welcher Anamnese, Beratungsinhalte, Beratungsdurchführung und interprofessionelle Schnittstellen umfasst. Ergebnisse Die vorliegenden Ergebnisse verdeutlichen, dass Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis von einer präkonzeptionellen Betreuung und Beratung profitieren und Hebammen grundsätzlich über die erforderlichen Kompetenzen verfügen, diese Beratung auszuüben, jedoch sind sie in Deutschland bislang nicht strukturell in die präkonzeptionelle Versorgung eingebunden. Da sich die Ergebnisse der identifizierten Studien zur Entwicklung des Versorgungsplans nicht auf Hebammenarbeit beziehen, ist die Übertragbarkeit der Ergebnisse kritisch zu reflektieren. Dennoch können die gewonnenen Erkenntnisse genutzt werden, um einen evidenzbasierten Versorgungsplan zu entwickeln, indem bestehende Empfehlungen systematisch auf die Hebammenarbeit übertragen werden. Schlussfolgerungen Die bestehenden strukturellen und rechtlichen Bedingungen verhindern derzeit eine regelhafte präkonzeptionelle Hebammenversorgung, obwohl ihr Nutzen für Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis fachlich plausibel ist. Die Evidenzlage ist noch unzureichend, da Versorgungsmodelle bislang nicht evaluiert wurden und Daten zur Wirksamkeit fehlen. Es besteht daher ein dringender Bedarf an Forschungsprojekten, die Outcomes und Implementierungsbedingungen systematisch untersuchen. Erst auf Basis dieser Evidenz kann eine gesundheitspolitische Weiterentwicklung erfolgen, die Hebammen präkonzeptionell verbindlich einbindet. |
URI: | https://hdl.handle.net/20.500.12738/19786 | Institute: | Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) Department Pflege und Management (ehemalig, aufgelöst 10.2025) |
Type: | Thesis | Thesis type: | Bachelor Thesis | Advisor: | Zyriax, Birgit-Christiane | Referee: | Jürgensen, Swantje |
| Appears in Collections: | Theses |
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| Betreuung und Beratung von Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis und Kinderwunsch durch Hebammen_BA.pdf | 1.25 MB | Adobe PDF | View/Open |
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