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Titel: Assoziation von Nahrungsergänzungsmittelgebrauch und gastrointestinalen Beschwerden im Leistungssport - eine empirische Untersuchung
Sprache: Deutsch
Autorenschaft: Lamp, Lara-Joline 
Erscheinungsdatum: 23-Mär-2026
Zusammenfassung: 
Hintergrund: Gastrointestinale (GI) Beschwerden sind im Leistungssport häufig und können Training, Regeneration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Ernährungsstrategien sind für die Leistungsunterstützung zentral, werden jedoch in der Praxis oft durch eingeschränkte GI-Toleranz begrenzt. Gleichzeitig ist der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) und Sporternährungsprodukten (im Folgenden zusammengefasst als NEM) im Trainings- und Wettkampfalltag weit verbreitet. Viele Produkte werden belastungsnah konsumiert (z. B. Kohlenhydratpräparate, Gels) und können abhängig von Dosis, Osmolarität, Zusammensetzung und Timing mit GI-Symptomen in Zusammenhang stehen.
Ziel: Untersuchung, ob NEM-Nutzung mit GI-Beschwerden assoziiert ist und ob sich Zusammenhänge nach Produktgruppe sowie nach Belastungsprofil/Trainingsphase unterscheiden.
Methodik: Grundlage war eine Sekundäranalyse des Nutr-e-Screen-Screenings mit 296 Kaderathlet* innen (75 % männlich; 18,0 ± 4,3 Jahre), in dem ein standardisierter Fragebogen zur Erfassung ernährungs-, trainings- und GI-bezogener Angaben verwendet wurde. Erfasst wurden GI-Beschwerden im 12-Monats-Rückblick, mindestens ein Symptomtag in den letzten vier Trainingswochen sowie die Anzahl der Symptomtage. Die statistische Auswertung umfasste Kontingenztests, logistische Regressionen und negative Binomialregressionen.
Ergebnisse: 29,4 % der Athlet*innen berichteten GI-Beschwerden in den letzten 12 Monaten, 20,9 % mindestens einen Symptomtag in den letzten vier Trainingswochen. Die Gesamtnutzung von NEM war sowohl mit GI-Beschwerden im 12-Monats-Rückblick (OR 2,46; p = 0,008) als auch mit mindestens einem Symptomtag (OR 2,96; p = 0,008) signifikant assoziiert. Besonders starke Assoziationen zeigten sich für Kohlenhydratprodukte und isotonische Getränke.
Diskussion/Schlussfolgerung: Die Ergebnisse sind mit dem bisherigen Forschungsstand vereinbar, lassen aufgrund von Erhebungsgrenzen, Bias-Risiken und begrenzter Differenzierung der NEM keine uneingeschränkte Generalisierung zu. Erforderlich sind präzisere Studiendesigns mit detaillierter Erfassung produktspezifischer Merkmale und relevanter Kontextfaktoren.

Background: Gastrointestinal (GI) symptoms are common in competitive sport and can impair training, recovery, and performance. Nutritional strategies are central to performance support, but are often limited by reduced GI tolerance. At the same time, dietary supplements and sports nutrition products (hereafter collectively referred to as dietary supplements) are widely used in training and competition. Many are consumed close to exercise and may be associated with GI symptoms depending on dose, composition, osmolarity, and timing.
Objective: To investigate whether dietary supplement use is associated with GI symptoms and whether associations differ by product group and exercise profile/training phase.
Methods: This secondary analysis used data from the Nutr-e-Screen survey of 296 elite athletes (75% male; 18.0 ± 4.3 years). A standardized questionnaire assessed diet, training, and GI symptoms. Analyses included contingency tests, logistic regressions, and negative binomial regressions.
Results: Overall, 29.4% of athletes reported GI symptoms during the previous 12 months, and 20.9% reported at least one symptom day in the last four weeks of training. Overall dietary supplement use was significantly associated with GI symptoms in the 12-month period (OR 2.46; p = 0.008) and with at least one symptom day (OR 2.96; p = 0.008). Particularly strong associations were observed for carbohydrate products and isotonic drinks.
Conclusion: Findings are consistent with current research, but survey limitations, bias risk, and limited differentiation of dietary supplements restrict generalizability. Future studies should assess product- specific characteristics and contextual factors in greater detail.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12738/19963
Einrichtung: Fakultät Life Sciences (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Department Ökotrophologie (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Dokumenttyp: Abschlussarbeit
Abschlussarbeitentyp: Bachelorarbeit
Betreuer*in: Carlsohn, Anja 
Gutachter*in: Hänisch, Tim 
Enthalten in den Sammlungen:Theses

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