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Titel: Reduzierte Eltern-Kind-Interaktion im Stationären Setting
Sprache: Deutsch
Autorenschaft: Minohr, Felix-Joel 
Schlagwörter: Parent-Child Interaction, Care, Inpatient care, Sensitivity, Interventions, Communication
Erscheinungsdatum: 10-Dez-2025
Zusammenfassung: 
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde eine systematische Literaturrecherche zur Beantwortung der Fragestellung „Welche pflegerischen Maßnahmen können zur Interaktionsförderung bei reduzierter Eltern-Kind-Interaktion während stationärer Krankenhausaufenthalte beitragen?“ durchgeführt. Zusammenfassend zeigt die Literatur, dass reduzierte EKI im stationären Setting aus dem Zusammenwirken elterlicher und kindlicher Faktoren sowie struktureller Rahmenbedingungen entsteht. Dabei sind psychosoziale Belastungen der Sozialeltern, insbesondere depressive Symptome, maßgebende Faktoren in der Beeinflussung des Interaktionsverhaltens. Darüber hinaus können Umgebungen wie die Neonatologie oder Notaufnahme und damit einhergehende Faktoren die Interaktionsbereitschaft zusätzlich erschweren. Gleichzeitig zeigt die Literatur, dass pflegerische Maßnahmen die EKI unterstützen und qualitativ verbessern können, wenn sie edukativ, bindungsorientiert und kommunikativ orientiert sind. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Interaktionsförderung nicht als isolierte Aufgabe zu verstehen ist, sondern in die bereits bestehende Struktur der familienzentrierten Versorgung integriert werden sollte.
Dennoch weist die Arbeit methodische Grenzen auf, welche durch die geringe Anzahl an Studien, ihre Heterogenität und internationale Herkunft die Übertragbarkeit auf das deutsche Gesundheits- und Versorgungssystem einschränken oder zumindest nicht unreflektiert angewandt werden können. Da die EKI stark kulturell geprägt ist, ist unklar, ob die beschriebenen Interventionen und Muster unverändert übertragen werden können. Darüber hinaus konzentrieren sich viele der Studien auf die Mutter-Kind-Dynamik sowie Früh- und Neugeborenenversorgung, wodurch andere Familienkonstellationen und klinische Fachbereiche nur unzureichend berücksichtigt werden.
Vor diesem Hintergrund besteht weiterer Forschungsbedarf. Künftige Studien sollten prüfen, wie bereits bestehende Interventionen und Programme aus dem bspw. ambulanten Setting im stationären Setting implementiert und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden können. Ebenso sollten kulturelle Unterschiede stärker berücksichtigt und andere Familienstrukturen sowie medizinische und pflegerische Fachbereiche hinsichtlich struktureller Einflüsse auf EKI systematisch untersucht werden. Insgesamt zeigt die Arbeit, dass die Förderung von EKI bei bestehender reduzierter EKI eine zentrale pflegerische Aufgabe darstellt, welche durch klare Kommunikation, psychosoziale Sensibilität und strukturell unterstützende Bedingungen nachhaltig gestärkt werden kann.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12738/20031
Einrichtung: Fakultät Gesundheit 
Dokumenttyp: Abschlussarbeit
Abschlussarbeitentyp: Bachelorarbeit
Betreuer*in: Buskohl, Anne 
Gutachter*in: Richter, Miriam Tariba 
Enthalten in den Sammlungen:Theses

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