Verlagslink DOI: 10.17169/ogj.2026.341
Titel: Temporal effects - how cisheteronormativity and reproductive injustice engender preventing, postponing, and becoming in trans* biographies
Sonstige Titel: Wie Cisheteronormativität und reproduktive Ungerechtigkeit Prozesse des Verhinderns, Aufschiebens und Werdens in trans* Biografien beeinflussen
Sprache: Englisch
Autorenschaft: Patch, Holly 
Bolz, Manuel 
Motakef, Mona 
Wöhlke, Sabine 
Schlagwörter: Injustice; Reproductive justice; Economic Justice; Normative; Reproductive rights; Reproductive health; Kinship; Narrative; Face (sociological concept); Alltag; Diskriminierung; Reproduktive Gerechtigkeit; Transgender; Zeit
Erscheinungsdatum: 2026
Verlag: Berlin Universities Publishing
Zeitschrift oder Schriftenreihe: Open gender journal 
Zeitschriftenausgabe: 3
Zusammenfassung: 
This article examines how cisheteronormativity and reproduc-tive injustices shape trans* people’s life-course timing, reproductive au-tonomy, and self-determination in healthcare and legal systems. Despite reforms like Germany’s Self-Determination Act, significant barriers to re-productive rights remain. In this article, we extend the reproductive justi-ce framework to include epistemic injustice and draw upon our secondary analysis of narrative interviews from three qualitative studies of trans* lives. Our findings show that the institutionalized cisheteronormative life course marginalizes trans* individuals, constraining their access to medi-cal care, parenthood, and gendered becoming. They face testimonial and hermeneutical injustices and often live asynchronously to normative ti-melines. Achieving reproductive justice thus requires dismantling cisnor-mative assumptions and building inclusive systems that support diverse temporalities, non-linear life paths, and kinship networks.

Der Beitrag untersucht, wie cisheteronormative Zeitstrukturen und reproduktive Ungerechtigkeiten den Lebensverlauf, die reproduktive Autonomie und die Selbstbestimmung von trans* Personen im Gesundheits- und Rechtssystem prägen. Trotz Reformen wie Deutschlands Selbstbestimmungsgesetz, bleiben signifikante Barrieren zu reproduktiven Rechten bestehen. Auf der Grundlage einer Sekundäranalyse von Zeitlichkeiten in narrativen Interviews aus drei qualitativen Forschungsprojekten zum Leben von trans* Personen erweitert diese Studie den Rahmen der reproduktiven Gerechtigkeit, um die Rolle epistemischer Ungerechtigkeit zu beleuchten. Die Zusammenschau und Diskussion des empirischen Materials zeigt, wie der institutionalisierte cisheteronormative Lebensverlauf trans* Personen marginalisiert und sie dazu zwingt, sich in Bezug auf medizinische Versorgung, Elternschaft oder auch Selbstverwirklichung einzuschränken. Trans* Personen erleben testimonialische und hermeneutische Ungerechtigkeiten und leben oft asynchron zu gesellschaftlichen Erwartungen. Wir resümieren, dass die Verwirklichung reproduktiver Gerechtigkeit den Abbau cisnormativer Annahmen und die Schaffung inklusiver Gesundheits- und Wissenssysteme erfordert, die vielfältige Zeitlichkeiten des Lebensverlaufs, nichtlineare, zeitunabhängige Lebenswege und Beziehungsnetzwerke berücksichtigen.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12738/20260
ISSN: 2512-5192
Begutachtungsstatus: Diese Version hat ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen (Peer Review)
Einrichtung: Department Gesundheitswissenschaften (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Fakultät Life Sciences (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Dokumenttyp: Zeitschriftenbeitrag
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