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Titel: Trinkverhalten und Getränkeauswahl nach bariatrischer Chirurgie – Postoperative Befragung von Patient:innen
Sprache: Deutsch
Autorenschaft: Nowag, Mia 
Schlagwörter: Trinkverhalten; Getränkeauswahl; bariatrische Chirurgie; Adipositas
Erscheinungsdatum: 10-Aug-2026
Zusammenfassung: 
Einführung: Adipositas stellt eine zunehmende globale Gesundheitslast dar. Trotz der Effektivität der baria-trischen Chirurgie bleibt insbesondere die langfristige Gewichtsstabilisierung eine Herausforderung. Das post-operative Trinkverhalten ist für den Therapieerfolg und die Vermeidung von Beschwerden relevant, wurde bis-her jedoch selten umfassend untersucht. Ziel dieser Arbeit ist es, das Trinkverhalten und die Getränkeauswahl zu analysieren, um darauf aufbauend Ansatzpunkte für die ernährungstherapeutische Nachsorge zu identifizieren. Methodik: In dieser quantitativen deskriptiven Querschnittstudie wurde mittels eines selbst-entwickelten teilstandardisierten Fragebogens das Trinkverhalten und die Getränkeauswahl von 97 Patient: innen nach bariatrischem Eingriff mit einem postoperativen Abstand von drei Monaten bis drei Jahren untersucht. Es wurden ein spezifischer Adhärenz-Score sowie der prozentuale Übergewichtsverlust (%EWL) berechnet und deskriptiv-statistisch ausgewertet. Ergebnisse: Die Adhärenz fällt insgesamt hoch aus, hat jedoch von 79 % im ersten postoperativen Jahr auf 69 % in den beiden folgenden Jahren abgenommen. Ein statistischer Zusammenhang zwischen dem Adhärenz-Score und dem %EWL konnte nicht nachgewiesen werden. 38,1 % berichteten von einer Abneigung gegenüber geschmacksneutralem Wasser, während 57,7 % einen reduzierten Konsum von Süßgetränken angaben. Als Ursache wurden geschmackliche Veränderungen sowie gesundheitsbezogene Motive genannt. Eine ernährungstherapeutische Beratung scheint gesundheitliche Motive bei der Getränkewahl zu begünstigen. Hinsichtlich der Wissensvermittlung werden insgesamt sowohl prä- als auch postoperative persönliche Einzelgespräche präferiert. Diskussion/Schlussfolgerung: Trotz methodischer Limitationen weisen die Ergebnisse auf einen Rückgang der Adhärenz nach zwei Jahren hin und unterstreichen die Notwendigkeit einer strukturierten Nachsorge über das erste postoperative Jahr hinaus. Dabei sollten praktikable Alternativen zu gesüßten Getränken insbesondere bei bestehender Abneigung gegenüber geschmacksneutralem Wasser aufgezeigt, zielgruppenspezifische Präferenzen bei der Wissens-vermittlung berücksichtigt sowie die Selbstwirksamkeit gestärkt werden.

Introduction: Obesity is a growing global health burden. Despite the effectiveness of bariatric surgery, long-term weight maintenance remains a challenge. Postoperative drinking behaviour is relevant to treatment success and the prevention of complications but has rarely been comprehensively studied. The aim of this study was to analyse drinking behaviour and beverage selection to identify areas for focus in postoperative care. Methodology: In this quantitative cross-sectional study, drinking behaviour and beverage selection of 97 patients were examined using a self-developed, partially standardised questionnaire, with a postoperative follow-up period of three months to three years. For analysis, a specific adherence score and the percentage of excess weight loss (%EWL) were calculated and evaluated using descriptive statistics. Results: Overall adherence was high but decreased from 79 % in the first postoperative year to 69 % after two to three years. No statistical association was found between the adherence score and %EWL. 38.1 % reported an aversion to plain water, while 57.7 % reported a reduced consumption of sweetened beverages. Changes in taste and health-related motives were named as reasons. Nutritional counselling appears to promote health-related motives in beverage selection. With regard to knowledge transfer, both preoperative and postoperative one-on-one consultations are generally preferred. Discussion/Conclusion: Despite methodological limitations, the results indicate a decline in adherence after two years and emphasise the need for structured follow-up care beyond the first postoperative year. Practical alternatives to sweetened beverages should be presented, particularly for those who dislike plain water. Target group-specific preferences should be considered when conveying information, and patients‘ self-efficacy should be strengthened.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12738/20317
Einrichtung: Fakultät Gesundheit 
Dokumenttyp: Abschlussarbeit
Abschlussarbeitentyp: Bachelorarbeit
Betreuer*in: Flothow, Annegret 
Gutachter*in: Riedel, Nina 
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