Volltextdatei(en) in REPOSIT vorhanden Open Access
Titel: Dissoziationssensible Geburtshilfe für Hebammen – oder: Wie kann Geburt bei Z.n. GB-PTBS gelingen? : ein Versorgungsplan
Sprache: Deutsch
Autorenschaft: Drynda, Mareike 
Erscheinungsdatum: 19-Dez-2025
Zusammenfassung: 
Hintergrund und Ziel der Arbeit Trotz gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit für Geburtstraumata und maternale psychische Folgeerkrankungen sowie einer Prävalenz von 4% in Deutschland für die geburtsbezogene PTBS, wovon schätzungsweise rund 20% auf Dissoziationen sub partu zurückzuführen sind, fehlt es aktuell noch an konkreten, evidenzbasierten Handlungsempfehlungen hierzu explizit für Hebammen. Ziel dieser Bachelorarbeit soll es sein, ebensolche zu erarbeiten und zu visualisieren. Folgende Forschungsfrage dient dafür als Ausgangspunkt: Wie können Schwangere / Gebärende / Mütter mit GB-PTBS / Dissoziationen in der Anamnese peripartal von Hebammen so trauma- und dissoziationssensibel betreut werden, dass mithilfe geeigneter Präventions- und Interventionsmaßnahmen zum einen ein vermehrtes Bewusstsein für Anzeichen dieser peripartalen Erkrankung bei Hebammen geschaffen und zum anderen eine Verbesserung des psychischen Zustands sowie des Geburtserlebens bei den Betroffenen erzielt wird? Methode Es wurden mithilfe einer zweiteiligen Literaturrecherche Ergebnisse in Form eines Versorgungsplans zusammengefasst. Zusätzlich wurden zwei Expertinnen mit semistrukturierten Fragebögen befragt, um praktische Expertise und Evidenzwissen bestmöglich zu vereinen.
Ergebnisse Die Ergebnisse lassen sich in die Kategorien Prävention, Intervention und Nachsorge unterteilen. Das alle Bereiche verbindende Element ist der sogenannte „Trauma-Fokus“ aus Sicherheit, Vertrauen, Kontrolle, Kommunikation und Sensibilität. Für alle Kategorien lassen sich evidenz- und effektstarke Maßnahmen ableiten. Während die Prävention Dissoziations-Screening, Rückversicherung und traumasensible Geburtsvorbereitung auszeichnet, basieren die Interventionen primär auf Aktion und Skills. Die hebammengeleiteten Nachsorgegespräche sollen kontextualisieren, PTBS-Symptome frühzeitig erkennen und Hoffnung in Folgeschwangerschaften schöpfen lassen.
Schlussfolgerungen Der Versorgungsplan ist eine praxis- und evidenzorientierte, aber dennoch oberflächliche Übersicht für Hebammen für den Umgang mit Frauen mit Dissoziationstendenz / GB-PTBS in Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Interpregnancy-Care. Es sind weitere Studien notwendig, um Maßnahmen konkreter fassen und langfristige Outcomes beurteilen zu können. Auch dafür sollte der Anteil forschender Hebammen ausgebaut werden.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12738/20324
Einrichtung: Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Department Pflege und Management (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Dokumenttyp: Abschlussarbeit
Abschlussarbeitentyp: Bachelorarbeit
Betreuer*in: Zyriax, Birgit-Christiane 
Gutachter*in: Lando, Greta 
Enthalten in den Sammlungen:Theses

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat
Dissoziationssensible Geburtshilfe für Hebammen_BA.pdf1.16 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Google ScholarTM

Prüfe

HAW Katalog

Prüfe

Feedback zu diesem Datensatz


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.