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Titel: Der Einfluss von Frauenmilch auf das grüne Krankenhaus : spielen Frauenmilchbanken eine Rolle in der ökologischen Nachhaltigkeit?
Sprache: Deutsch
Autorenschaft: Heger, Matilda 
Erscheinungsdatum: 20-Dez-2025
Zusammenfassung: 
Einleitung/Hintergrund: Die WHO empfiehlt für Früh- und Neugeborene als optimale Ernährungsform das Stillen. Ist dies nicht möglich, kommen gespendete Frauenmilch oder Formula-Nahrung zum Einsatz. Da das Gesundheitssystem weltweit mit 4,4% aller CO2-Emissionen erheblich zum anthropogenen Klimawandel beiträgt, sollte auch die Ernährung von Früh- und Neugeborenen so emissionsarm wie möglich gestaltet werden. Diese Arbeit untersucht, ob Frauenmilchbanken, wie die des UKEs, einen Beitrag zu einer ökologisch nachhaltigeren Ernährung im Vergleich zu Formula-Nahrung leisten können.
Methodik: Aufgrund der mangelhaften Studienlage über die ökologischen Auswirkung von gespendeter Frauenmilch, wird eine Schätzung des Kilogramm CO2-Äquivalent der Frauenmilchbank des UKEs für das Jahr 2024 anhand des Plastik- und Stromverbrauchs erhoben. Zusätzlich erfolgt eine systematische Literaturrecherche, zu den ökologischen Auswirkungen von Formula-Nahrung. Zwei Reviews und vier Studien werden anhand dieser Literaturrecherche eingeschlossen. Ergebnisse: Die Frauenmilchbank des UKEs verursachte im Jahr 2024 eine geschätzte Emission von 330 Kilogramm CO2-Äquivalent. Die Ergebnisse der Studien zeigen bei ausschließlicher Ernährung mit Formula- Nahrung über sechs Monate einen CO2-Gesamtausstoß von 226-288kg CO2-Äquivalent im Vergleich zu 123-162kg CO2-Äquivalent beim Stillen. Die Produktion von einem Kilogramm Formula-Nahrung erfordert zudem etwa 699 Liter Grundwasser und trägt durch die Milchwirtschaft und die industrielle Herstellung zu der Luftverschmutzung, pathogenen Zoonosen, antimikrobiellen Resistenzen und der Entwaldung mit einhergehendem Verlust der Biodiversität bei. Diskussion: Aufgrund der mangelhaften Studienlage und methodischen Einschränkungen bei der aufgestellten Berechnung ist ein valider Vergleich beider Ernährungsformen aktuell nicht möglich. Anhand der Berechnung werden Ansatzpunkte diskutiert, an denen die Frauenmilchbank des UKEs anfallende Emissionen einsparen könnte. Fazit: Diese Arbeit macht die Forschungslücke über die ökologischen Auswirkungen von gespendeter Frauenmilch sichtbar. Aufgrund der hohen CO2-Emission des Gesundheitssystems sollte die Frauenmilchspende in Zukunft auch aus ökologischer Perspektive betrachtet werden. Für belastbare Vergleiche der ökologischen Nachhaltigkeit von gespendeter Frauenmilch zu Formula-Nahrung sind umfassende Lebenszyklusanalysen und der Einbezug weiterer Umweltaspekte erforderlich. Insgesamt sollten ökologische Aspekte stärker in medizinische Prozesse integriert werden, um Emissionen langfristig zu reduzieren.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12738/20150
Einrichtung: Fakultät Wirtschaft und Soziales (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Department Pflege und Management (ehemalig, aufgelöst 10.2025) 
Dokumenttyp: Abschlussarbeit
Abschlussarbeitentyp: Bachelorarbeit
Betreuer*in: Heiter, Julia 
Gutachter*in: Singer, Dominique 
Enthalten in den Sammlungen:Theses

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